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Amerikaner lernen kompakte Geländewagen schätzen

Detroit (dpa/tmn) Auf den Straßen vor den Messehallen in Detroit gilt zwar noch das Motto «Big is beautiful». Doch auf der North American International Auto Show (NAIAS, bis 27. Januar) zählen kleine Geländewagen zu den großen Stars.

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«Mit solchen Autos muss man sich in Amerika nicht mehr verstecken», sagt der Analyst Nick Margetts vom Marktbeobachter Jato Dynamics und nennt als Grund die gestiegenen Benzinpreise. Amerikaner interessierten sich daher plötzlich für Autos in Formaten, für die sie sich bislang noch schämen mussten.

Diese Entwicklung kommt vor allem den Importeuren entgegen. Denn die Parade der kleinen Allradler wird von den Europäern angeführt. So hat Mercedes auf der Messe die seriennahe Studie «Vision GLK» enthüllt, die auf Basis der C-Klasse im Sommer an den Start geht.

Große Hoffnungen für einen kleinen Geländegänger hegt auch Land Rover. Die britische Allradmarke präsentiert die Studie LRX, die nach Angaben von Marketing-Chef Colin Green jüngere Zielgruppen erschließen und das Unternehmen zu einem günstigeren Flottenverbrauch bringen soll. Deshalb ist der LRX 15 Zentimeter kürzer und 20 Zentimeter niedriger als etwa der aktuelle Freelander. Unter der Haube steckt ein Common-Rail-Motor, der für den Einsatz von Biodiesel ausgelegt ist und nur die Vorderachse antreibt.

Ebenfalls einen "grünen Anstrich" trägt der Saab 9-4X Biopower, dessen Motor für Bio-Ethanol optimiert ist. Der Saab-Geländewagen ist zwar offiziell noch eine Studie. Er soll aber bereits 2009 auf den Markt kommen. Auch die Technik ist bekannt: Der Allradantrieb kommt laut Saab-Sprecher Patrick Munsch vom Saab 9-3, und Bio-Power-Antriebe gibt es bereits in allen Modellen.

Neben diesen kompakten Messepremieren stehen eine Reihe weiterer kompakter Allradler aus Europa am Start. So hat Volvo für den Genfer Salon im März die Weltpremiere des XC60 angekündigt, und Audi-Chef Rupert Stadler verspricht für dieses Jahr einen kleinen Ableger des Q7.

Auch bei den Amerikanern beginnt ein Umdenken: Mögen die großen Pick-ups wie der Ford F-150 und der Dodge Ram zwar noch im Mittelpunkt stehen - daneben zeigen die US-Hersteller zumindest mit ihren Studien, wie Geländewagen kleiner und sparsamer werden können. Nicht umsonst steht auf dem Ford-Stand ein futuristischer Explorer mit ungewöhnlich kompaktem Format, dessen aufgeladener Benzindirekteinspritzer 30 Prozent weniger verbrauchen soll als ein aktueller V6-Motor.

Bei Jeep dreht sich alles um den zweisitzigen Renegade, der nach Angaben von Entwicklungschef Frank Klegon von einem neuartigen Elektroantrieb mit zusätzlichem Diesel-Generator in Fahrt gebracht wird. Und bei General Motors wird sogar der Hummer fast zum Öko-Auto, weil die 4,34 Meter lange Studie HX nicht nur kürzer und flacher ist als alle anderen Modelle der Marke, sondern auch von einem Benzindirekteinspritzer mit Ethanol-Umrüstung angetrieben wird.

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