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An allen Fronten aktiv

CASTROP-RAUXEL Der heimische Fußball-Bezirksligist SV Yeni Genclik hat sich während der Saisonvorbereitung von Trainer Namir Mehmedovic getrennt. Mit dem Vereins-Vorsitzenden Turhan Ersin sprach Jörg Laumann über die Planungen für die am Wochenende beginnende Saison.

09.08.2007

Hat der SV Yeni schon einen neuen Trainer? Ersin: Nein. Die Entscheidung wird möglicherweise auch erst nach dem ersten Spieltag fallen. Bis dahin werde ich als Interims-Trainer das Team betreuen, da ich die Mannschaft ja auch sehr gut kenne. Ich bin allerdings an allen Fronten aktiv und führe Gespräche mit mehreren Kandidaten für den Trainerposten.

Was soll nach der Trennung von Mehmedovic anders werden? Ersin: Vom Potenzial her hatten wir meiner Meinung nach in der vergangenen Saison eine Mannschaft, die oben hätte mitspielen können. Namir Mehmedovic, der das Team nach dem berufsbedingten Rückzug von Zeki Terzioglu übernommen hatte, ist es nicht gelungen, dieses Potenzial voll auszuschöpfen und eine Einheit zu formen. Zum Ende der Saison stand keine wirkliche Mannschaft mehr auf dem Platz, das freundschaftliche Miteinander kam sehr zu kurz. Dies soll wieder anders werden.

Mehmedovic hat gegenüber den RN Kritik an den Spielern und an Ihnen geäußert. Können Sie dies nachvollziehen? Ersin:  Das ist für mich völlig unverständlich. Namir Mehmedovic und hatten zum Abschied eigentlich ein gutes Gespräch. Meiner Ansicht nach war die Situation damit geklärt. Man muss sich nur einmal seine Punktebilanz anschauen, um zu verstehen, warum wir uns vom Trainer getrennt haben. Ich halte aber von Nachtreten nicht allzu viel, weshalb ich das Thema gerne auf sich beruhen lassen möchte.

Gerade in der Rückrunde der Saison 2006/07 hat Yeni etliche hohe Niederlagen kassiert. Ist ein Imageschaden entstanden? Ersin: Ich denke schon. So leblos darf sich eine Fußballmannschaft einfach nicht präsentieren. Wir wollen in der neuen Spielzeit auf jeden Fall einen anderen Eindruck hinterlassen. Für mich ist der Charakter der Mannschaft wichtig. Man darf ruhig auch Spiele verlieren. Ich habe aber kein Verständnis dafür, dass man sich abschlachten lässt.

Wie wollen Sie diese Veränderungen konkret angehen? Ersin: Ich habe der Mannschaft bereits eine sehr deutliche Ansage gemacht. Wenn ich den Eindruck habe, dass ein Spieler nicht bereit ist über 90 Minuten alles zu geben, muss er gehen. In dieser Hinsicht werde ich in Zukunft sehr viel konsequenter sein. Ich sehe es nicht mehr ein, mir viel Arbeit für Leute zu machen, die sich nicht engagieren.

Wie weit ist der Zusammenschluss mit dem ASV Lütgendortmund schon fortgeschritten? Ersin: Den haben wir praktisch perfekt gemacht. Viele junge Spieler und einige Funktionäre von dort sind bereits zu uns gewechselt, es ist keine Fusion im üblichen Sinne. Von Lütgendortmunder Seite werden auch keine Ansprüche auf Änderung des Vereinsnamens erhoben. Ich freue mich, dass wir diese engagierten Leute gewinnen konnten, die sehr gut zu uns passen. Im September oder Oktober wird es Vorstandswahlen geben, bei denen die Zusammenarbeit offiziell untermauert werden wird.

Welche Ziele hat der SV Yeni für die kommende Spielzeit? Ersin: Wir wollen im gesicherten Mittelfeld der Bezirksliga mitspielen, alle Ambitionen nach oben sind erst einmal unrealistisch. Die Mannschaft ist verunsichert und muss sich neu finden. Wir wollen zur positiven Stimmung der Vergangenheit zurückfinden, die uns ja einige Erfolge beschert hat. Das geht aber nicht von heute auf morgen.

 

Turhan Ersin , der 37-jährige Vorsitzende des SV Yeni Genclik (Bezirksliga), ist froh, dass seine beiden Töchter (11 und 7 Jahre) ihm die Zeit für sein Hobby "Fußball" einräumen. Der gelernte Maschinenschlosser bei Opel in Bochum ist zudem aktives Mitglied des Opel-Betriebsrates.

 

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