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An der Grenze entlang

An der Grenze entlang

Die Kinder und Jugendlichen ziehen zum Schnadgang historische Kostüme an. Hubbeling

Asbeck. Wer heute genau wissen will, wo sein Grundstück anfängt und aufhört, kann sich auf zentimetergenaue Karten verlassen. Das war früher nicht so. Um die Grenzen in Erinnerung zu behalten, schritten die Eigentümer vor vielen hundert Jahren regelmäßig ihre Grenzen ab. Markante Bäume oder Pfähle markierten die Grenzen. Es ist überliefert, dass manchmal Väter ihre Kinder mit dem Kopf heftig gegen die Grenzpfähle stießen, damit sie sich diese auf jeden Fall einprägten.

Mit der Zeit wurde das Land immer genauer vermessen und die Schnadgänge, wie man diese Grenzgänge nennt, waren nur noch Anlass für ausgiebige Feiern und Schlägereien. Deshalb wurden die Schnadgänge in Westfalen dann verboten. Vor 44 Jahren hat der Heimatverein Asbeck den alten Brauch wiederbelebt. An jedem 1. Mai gehen die Asbecker, angeführt von Rittern und Stiftdamen, durch die Landschaft und am Ende zurück in den Dorfkern. Dort unterzeichnet in jedem Jahr jemand anderes das Schnadeprotokoll mit seinem Daumenabdruck und bestätigt damit, dass die Grenzen alle stimmen. In diesem Jahr hat das Pfarrer Axel Heinekamp gemacht. Und danach gibt es immer Musik und für die Kinder Spiele im Dorf.

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