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André Weidlich fliegt zum Vizetitel

SCHWERTE "So etwas hab´ ich noch nicht erlebt! Ich hatte ein Grinsen auf dem Gesicht vom linken bis zum rechten Ohr!". André Weidlich ist 22 Jahre alt und gerade als Vize-Juniorenweltmeister der Standardklasse im Segelflug aus dem italienischen Rieti zurückgekehrt.

von Von Sabrina Staks

, 14.08.2007
André Weidlich fliegt zum Vizetitel

Segelflieger André Weidlich.

Bereits mit zwölf Jahren war für ihn klar: "Das muss es sein!" Da hatte er zweimal beim Schnupperfliegen in einem Segelflugzeug gesessen. Danach ging alles ganz schnell - so schnell, dass André seine Prüfungen für die Fluglizenz bestanden hatte, bevor er sie laut Altersreglementierung überhaupt erlangen konnte. Ein halbes Jahr wartete er mit bestandenen Prüfungen auf seine offiziellen Papiere.

Bei seinen zahlreichen Flug- und Theoriestunden auf dem Segelflugplatz Rheinermark hat ihn vor allem die Gemeinschaftsarbeit im Verein geprägt. "Segelfliegen ist wie eine komplizierte Maschine mit vielen kleinen Zahnrädern. Es kann nur funktionieren, wenn alle mit anpacken", sagt er und ist dem LSV Ruhr-Lenne Iserlohn sehr dankbar für die Unterstützung in den letzten Jahren. Nicht zuletzt seine beiden Helfer, Dennis Grund und Roland Troost, ermöglichten ihm den fantastischen WM-Verlauf.

Als Sportsoldat zur Bundeswehr

Mit 15 war Andrés Leidenschaft für das Segelfliegen so ausgeprägt, dass er sich für seinen Grundwehrdienst als Sportsoldat entschied, so dass er ein Jahr lang die Möglichkeit hatte, an Wettkämpfen teilzunehmen. Seinen ersten Erfolg feierte er mit einem zweiten Platz beim Sauerlandwettbewerb (2002).

Es folgten der Vizetitel bei den Landesmeisterschaften der Senioren 2004 und der Gewinn der Deutschen Juniorenmeisterschaft im letzten Jahr. Natürlich bekam André Weidlich Ende 2004 seine Einberufung für die Aufnahme in die Sportfördergruppe Segelflug. "Es ist das Höchste, das man als Jugendlicher mit Fliegerleidenschaft erreichen kann", weiß er zu berichten.

Nicht aus der Luft zu bekommen

Danach absolvierte er eine verkürzte Grundausbildung und viele Stunden im Segelflugzeug. André war gar nicht mehr aus der Luft zu bekommen, und dies hat sich bis heute nicht geändert.

Zurzeit macht er eine private Ausbildung zum Verkehrsflugzeugführer am Flughafen Paderborn/Lippstadt und verbringt jede freie Minute auf dem Segelflugplatz Rheinermark. Denn eins steht für André Weidlich fest: "Ich will Pilot werden!".