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Anschlag auf BVB: Passlack hatte „lange Zeit Angstzustände“

Dortmund. Am Dortmunder Landgericht wird der Prozess um den Bombenanschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund fortgesetzt. Mehrere Spieler geben im Zeugenstand Einblick, was sie in den schrecklichen Momenten im Bus durchstehen mussten.

Anschlag auf BVB: Passlack hatte „lange Zeit Angstzustände“

Das Landgericht in Dortmund. Foto: Marcel Kusch/Archiv

Im Prozess um den Bombenanschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund haben am Montag mehrere Spieler, Ex-Trainer und Betreuer als Zeugen ausgesagt. Der inzwischen zur TSG Hoffenheim ausgeliehene Verteidiger Felix Passlack erklärte vor dem Dortmunder Landgericht: „Ich hatte lange Zeit Angstzustände und konnte schlecht schlafen.“ Mittlerweile denke er aber nur noch ab und zu an die Ereignisse des 11. April 2017.

Dagegen kritisierte Fußballprofi Sven Bender unter anderem den späteren Umgang mit dem Attentat. Im Nachhinein finde er es „unglücklich“, dass der BVB bereits einen Tag danach das Champions-League-Spiel gegen AS Monaco nachholen musste, erklärte der 28-Jährige als Zeuge. Weiter sagte der inzwischen zu Bayer Leverkusen gewechselte Bender: „Ich glaube, wir haben alle einen großen Fehler gemacht.“ Die Spieler hätten ja durchaus die Möglichkeit gehabt, nicht zu dem Nachholspiel anzutreten. Diese Chance sei vertan worden.

Der Angeklagte Sergej W. hatte zugegeben, die drei Splitterbomben selbst gebaut und gezündet zu haben. Er habe mit der Tat aber niemanden töten oder ernsthaft verletzen wollen. Der damalige BVB-Verteidiger Marc Bartra hatte einen Bruch des Unterarms erlitten. Für Montag sind auch Torwart Roman Weidenfeller und Kapitän Marcel Schmelzer geladen, die am 11. April 2017 im Bus saßen. Darüber hinaus sollen auch mehrere Betreuer des Vereins aussagen.

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