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Arbeitslosengeld I - die Modelle

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Das galt bisher:

Im Zuge der Agenda 2010 hat die rot-grüne Bundesregierung die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I (ALG I) deutlich verkürzt. Seit dem 1. Februar 2004 haben Arbeitslose im Regelfall höchstens zwölf Monate lang Anspruch auf Auszahlung, bevor sie das niedrigere ALG II („Hartz IV“) erhalten. Für Über-55-Jährige kann sich die Bezugsdauer von ALG I auf bis zu 18 Monate verlängern – allerdings nur, wenn sie vor ihrer Arbeitslosigkeit drei Jahre lang durchgehend als sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben. Bis 2004 belief sich der Anspruch auf ALG I noch auf bis zu 32 Monate, gestaffelt nach Alter und Einzahldauer.

Das will die SPD:

Der SPD-Parteivorstand hat sich gestern auf ein Modell des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) festgelegt. Demnach würde die Bezugsdauer des ALG I verlängert und stärker an das Lebensalter gekoppelt. 45- bis 49-Jährige erhielten bis zu 15 Monate Geld, wenn sie in den fünf Jahren vor ihrer Arbeitslosigkeit wenigstens 30 Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. Wer 50 Jahre und älter ist, hätte Anspruch auf 18 Monate Arbeitslosengeld I (bei mindestens 36 Monaten Beitragszahlung in den vergangenen fünf Jahren) oder 24 Monate (bei 42 Monaten Einzahlung).

Das will die CDU:

Laut Beschluss des Bundesparteitages von Ende 2006 soll die Bezugsdauer des ALG I allein an die Beitragszahlungen in die Arbeitslosenversicherung geknüpft werden. Im CDU-Modell bliebe der Bezugsanspruch im Regelfall bei maximal 12 Monaten. Wer jedoch bereits 15 Jahre Beiträge geleistet hat, soll 15 Monate lang ALG I erhalten. Bei einer Einzahldauer von 25 Jahren würde sich der Anspruch auf 18 Monate erhöhen, bei 40 Beitragsjahren auf 24 Monate. Ziel der CDU ist zudem eine aufkommensneutrale Regelung. Würde für ältere Arbeitslose mehr ausgegeben, müsste also bei Jüngeren gekürzt werden.

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