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Arno Geiger interessiert sich für die Mitläufer

Leipzig. Sein Kriegsroman „Unter der Drachenwand“ ist höchst lesenswert. Arno Geiger stellt die richtigen Fragen.

Arno Geiger interessiert sich für die Mitläufer

Der österreichische Schriftsteller Arno Geiger auf der Buchmesse in Leipzig 2015. Foto: Jens Kalaene

Für den Bestseller-Autor Arno Geiger (49) orientieren sich die meisten Menschen an der Mehrheit. „90 Prozent der Menschen schwimmen mit dem Strom - wir wissen, wie vieles schlecht ist, und machen trotzdem weiter“, sagte der Österreicher am Donnerstag auf der Leipziger Buchmesse der Deutschen Presse-Agentur.

„Wir wissen, dass unser Verbrauch von Ressourcen nicht nachhaltig ist. Wir wissen, dass vieles, was sich Tag für Tag vollzieht, völlig aberwitzig ist, und wir machen trotzdem weiter.“ So sei der Mensch gestrickt.

Geiger hat im Januar seinen Kriegsroman „Unter der Drachenwand“ veröffentlicht. Er erzählt von dem jungen Soldat Veit Kolbe, der 1944 nach Jahren an der Ostfront schwer verwundet zurück nach Wien kommt. Er interessiere sich für die Zwischentöne, sagte Geiger in einem Gespräch mit dem MDR. „Klar interessiere ich mich in dem Bericht für die Zwischentöne, also nicht für Täter-Opfer-Konstellationen wie in Hollywood-Filmen, sondern für all die vielen in der Mitte.“ Zwischendurch müsse es auch möglich sein, über die Mitläufer zu schreiben.

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