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Tuchel als Motor des Wandels?

Arsenal-Coup: Wiedersehen mit vielen BVB-Gesichtern

LONDON Thomas Tuchel soll im Sommer angeblich neuer Trainer des FC Arsenal werden und den Neustart einleiten, der unter dem langjährigen Trainer Arsene Wenger nicht mehr möglich scheint. In London würde der frühere BVB-Coach auf viele alte Bekannte aus seiner Bundesliga-Zeit treffen.

Arsenal-Coup: Wiedersehen mit vielen BVB-Gesichtern

Thomas Tuchel soll neuer Trainer des FC Arsenal werden. Foto: dpa

Arsene Wenger betont regelmäßig, dass er seinen bis zum Sommer 2019 laufenden Vertrag beim FC Arsenal erfüllen will. Doch die Anzeichen verdichten sich, dass die Clubbosse das Vertrauen in ihren langjährigen Trainer verloren haben. Mit dem früheren BVB-Coach Thomas Tuchel könnten sie im Sommer den überfälligen Neuanfang wagen. Der 44-Jährige soll dafür dem FC Bayern einen Korb gegeben haben. Das Fußball-Magazin „Kicker“ vermeldete schon einen Vertragsabschluss. Eine offizielle Bestätigung gab es am Sonntag nicht. Die „Bild“-Zeitung und das Portal Sportbuzzer meldeten hingegen, dass Tuchel eher zu Paris Saint-Germain gehen werde. 

Erhebliche Differenzen

Tuchel, der von 2015 bis 2017 den BVB trainierte, würde in London auf viele bekannte Gesichter treffen. Mit Pierre-Emerick Aubameyang und Henrikh Mkhitaryan hat er bei Borussia Dortmund zusammengearbeitet, genauso wie mit dem früheren BVB-Chefscout und Leiter Profifußball Sven Mislintat. Mislintats Wechsel zu Arsenal, der die Londoner nach dpa-Informationen rund 1,5 Millionen Euro gekostet hat, hatten britische Medien im vergangenen November bereits als Schwächung Wengers gewertet. Allerdings hatte es zwischen Tuchel und Mislintat in Dortmund erhebliche Differenzen gegeben.

Mit den deutschen Nationalspielern Mesut Özil und Shkodran Mustafi sowie dem früheren Schalker Sead Kolasinac stehen gleich mehrere deutschsprachige Profis bei Arsenal unter Vertrag. Weltmeister Per Mertesacker wird seine aktive Karriere zwar im Sommer beenden, würde dann aber wohl eng mit Tuchel zusammenarbeiten. Mertesacker wird Leiter der Nachwuchsabteilung des FC Arsenal.

33 Punkte hinter Manchester City

Die Fans der "Gunners" hoffen auf einen Neustart. „Wenger raus“ stand zuletzt immer häufiger auf Plakaten, die im Stadion zu sehen waren. Cheftrainer und Manager Wenger, der das Spiel der Londoner in den 90er-Jahren revolutionierte und aus Arsenal einen Spitzenklub formte, gilt längst als hinderlich für die nötige Weiterentwicklung und droht sein Vermächtnis zu zerstören. Seinen letzten Meistertitel holte er 2004, ohne dass die Gunners eine einzige Niederlage kassierten. Von solchen Erfolgen wagen die Anhänger heute nicht mal zu träumen.

Dass Arsenal in der Europa League den AC Mailand ausgeschaltet hat, lässt ein Fünkchen Hoffnung, dass der Klub in dieser Spielzeit nicht zum zweiten Mal in Folge die Champions League verpasst. Dazu muss Arsenal aber erstmal die Europa League gewinnen. In der Premier League liegt der Klub abgeschlagen auf Platz sechs der Tabelle, 33 Punkte hinter Spitzenreiter Manchester City und - fast noch schlimmer - 13 Punkte hinter dem Erzrivalen Tottenham Hotspur. Gegnerische Fans singen regelmäßig „Arsene Wenger, wir wollen, dass du bleibst.“

FA-Cup-Triumph rettet Wenger

Viele Arsenal-Anhänger hatten im vergangenen Sommer aufgrund seines auslaufenden Vertrags auf ein Ende der Ära Wenger nach 21 Jahren gehofft. Doch wenige Tage nach seinem siebten FA-Cup-Triumph, der dem Franzosen wohl seinen Job gerettet hat, unterschrieb er einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag. Der Vorstandsvorsitzende Ivan Gazidis sagte damals, Wenger müsse „der Motor des Wandels“ werden. Doch das traut man Thomas Tuchel nun offenbar eher zu als Wenger.

Von dpa

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