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Ascheberg muss Druck standhalten - Eintracht vor "Abstiegskampf pur"

Kreisliga A

KREISGEBIET Erste Bewährungsprobe für den neuen Tabellenführer: Der TuS Ascheberg empfängt GW Selm. Eintracht Werne tritt beim BV Selm an, und der SV Stockum muss nach Bork. Alle Spiele der Kreisliga A LH im Überblick.

von Von Malte Woesmann, Dominik Gumprich und Alexandra

, 09.04.2010

Nach dem Verlust der Tabellenspitze setzten die Olfener unter der Woche auf Teambuilding. Dienstag wurde ein freiwilliges Training angesetzt und Donnerstag eine Besprechung ohne den Trainer, wo sich die Spieler untereinander die Meinung gesagt haben. „Jetzt wird wieder angepackt“, ist sich Coach Wolfgang Rödiger sicher. „Wir sind angriffslustig und wollen die anderen Teams jetzt unter Druck setzen“, so Rödiger weiter. Dennoch wird es auf der Wethmaraner Asche sicherlich kein leichtes Unterfangen werden.

Der vermisste Leader Andre Pohlmann ist wieder dabei. Es fehlen Marvin und Dennis Böttcher, Julian Schrey und Carsten Prott.

Die 0:3-Niederlage gegen die Reserve von Union Lüdinghausen war laut SCC-Spielertrainer Andreas Koletzki die bisher schlechteste Saisonleistung. Jetzt wartet kein geringerer als der Tabellendritte aus Alstedde auf das Team von der Gorfeldstraße. „Das wird natürlich schwierig genug“, ist sich Andreas Koletzki sicher. Aber seine Mannschaft weiß wie es geht, die Blau-Weißen zu ärgern, denn im Hinspiel erkämpften sich die Capeller auch ein 1:1-Unentschieden. „Dazu müssen wir aber viel besser in die Zweikämpfe gehen als noch gegen Lüdinghausen“, so der Spielertrainer.

Koletzki selbst, sowie Hendrik Jäckle und Benedikt Reckmann fehlen. Sebastian Schmidt ist fraglich.

Der PSV Bork ist so etwas wie die Mannschaft des Jahres 2010. Bisher hat die Bidar-Elf in diesem Zeitraum noch kein Spiel verloren. „Wir haben uns jetzt so langsam gefunden, die Ergebnisse sind mittlerweile sehr gut“, so der Trainer. Dennoch stellt Bidar klar, dass noch viel Arbeit vor ihm und der Mannschaft läge. „Deswegen müssen wir auch gegen Stockum auf der Hut sein, denn sie verfügen über eine junge und gute Mannschaft. Da müssen wir läuferisch dagegen halten und dürfen nicht überheblich sein“, so der Coach, der dennoch die drei Punkte in Bork behalten möchte.„Wir dürfen uns nicht zurücklehnen und die Saison schon abhaken“, warnt SV Stockums Co-Trainer Rainer Littau vor dem schweren Duell. Mit 25 Punkten rangiert der SVS auf einem vermeintlich sicheren zehnten Tabellenplatz. Doch Littau warnt erneut: „So ein Vorsprung ist schnell aufgebraucht“. Zwei oder drei Siege benötige die Truppe deshalb auf jeden Fall noch. Gegen Bork würde Kurt Gumprichs Assistent allerdings schon eine Punkteteilung reichen, dass wäre immerhin ein „Teilerfolg“. 

Björn Seeliger und Sebastian Böcker fallen aus. Brian Mengelkamp ist fraglich. Bei den Stockumern stehen drei Wackelkandidaten auf der Liste: Der Einsatz von Daniel Bartel ist fraglich, hinter Henrik Schmidt steht noch ein großes Fragezeichen. Zudem ist Marc Schwerbrock immer noch angeschlagen. „Wenn er ausfällt, dann ist das schon eine große Schwächung für unser Spiel“, bangt Littau um seinen Offensivspielers.

Es sollen drei Punkte her. Daran lässt Hartmut Wenzel, Trainer der Reservemannschaft des SV Herbern, keinen Zweifel. Lüdinghausen ist auf Platz 16 liegend klarer Abstiegskandidat. Anders als am vergangenen Wochenende, als Herberns Reserve zwar die bessere Mannschaft war, aber dennoch zwei Punkte beim 0:0 gegen Stockum liegen ließ, liegt der Fokus am Sonntag auf der Chancenverwertung. „Gegen Stockum haben wir viele gute Tormöglichkeiten ausgelassen. Das darf uns nicht noch einmal passieren“, sagt Wenzel und der Druck in seiner Stimme macht deutlich, wie ernst er diese Aussage meint.

Aus der zweiten Mannschaft sind alle fit und wohl möglich wird die Reserve auch von einigen Spielern der ersten Mannschaft verstärkt.

  Erstmals geht die Truppe von Reinhard Töller als Tabellenführer einen neuen Spieltag an. Jetzt geht es darum, „dem Druck stand zu halten“, so Oliver Gellenbeck, sportlicher Leiter des TuS. Vor allem die vielen jungen Spieler müssten damit klarkommen. Die Ascheberger verdanken ihre Spitzenposition einem Last-Minute-Treffer von Felix Kaupa gegen BW Ottmarsbocholt am letzten Spieltag und dem Ausrutscher von SuS Olfen bei Eintracht Werne. Nun hat der TuS zwei Punkte Vorsprung und kann aus eigener Kraft Meister werden. „Es tat gut, dass auch Olfen mal gestrauchelt ist. Wir hatten ja auch so unsere Schwierigkeiten“, sagt TuS-Coach Reinhard Töller. Den Platz an der Sonne will er jetzt gemeinsam mit seiner Mannschaft so lange wie möglich genießen. An eine Vorentscheidung glaubt Töller noch nicht: „Es wird bei dem Dreikampf bis zum Spieltag bleiben.“ Und wenn es dann nicht mit dem Aufstieg klappt? „Wir wollen so lange wie möglich ganz oben bleiben, aber wir sind nicht verpflichtet aufzusteigen“, so Gellenbeck. Zu Gast auf dem Rasenplatz in Ascheberg sind die Grün-Weißen aus Selm. Nach dem 0:6-Debakel gegen Alstedde haben sich die Selmer mit einem 1:0-Erfolg gegen die Reserve von Fortuna Seppenrade zurückgemeldet. Jetzt wartet allerdings eine ganz hohe Hürde auf die Selmer, denn die Elf von Mario Pongrac muss beim Tabellenführer aus Ascheberg antreten. Die Favoritenrolle ist somit klar verteilt und ein einfacher Punktgewinn für GW wäre schon ein riesen Erfolgserlebnis.

Spielertrainer Mario Pongrac kehrt heute - hoffentlich unverletzt - aus dem Skiurlaub zurück. Mit dem erneut langzeitverletzten Philipp Wöstmann dürfte nur ein Spieler ausfallen.

Der Werner SC empfängt das „absolute Überraschungsteam der Saison“, so formuliert es zumindest WSC-Trainer Andreas Zinke. Fortuna Seppenrade II steht in der Tabelle erstaunlich gut da, ist neunter und hat nur drei Punkte Rückstand auf den Sport-Club. „Das wird ein sehr schweres Spiel“, warnt Zinke seine Elf.  Auf fremden Rasen holten die Fortuna aber in zehn Spielen nur magere fünf Punkte und sind damit die zweitschlechteste Auswärtsmannschaft – vor Union Lüdinghausen. Schlecht stehen die Chancen auf einen Sieg des Werner SC also nicht.

Zinke muss weiterhin auf Patrick Müller verzichten. Marc Fuhrmann und Özkan Saka konnten verletzungsbedingt die Woche über nicht trainieren und somit ist ihr Einsatz fraglich. Dafür ist Eduard Fuchs wieder mit von der Partie.

Nach den neuerlichen Niederlagen gegen Alstedde und Bork steht der BV Selm jetzt richtig mit dem Rücken zur Wand, denn der Gegner ist durch den Erfolg gegen den SuS Olfen an den Selmern vorbeigezogen. Auch Tabellenschlusslicht Lüdinghausen hat nur noch zwei Punkte Rückstand auf die Kalpein Elf und zudem noch ein Spiel weniger auf dem Konto. Von daher wäre ein Sieg gegen Werne doppelt wichtig, bei einer Niederlage würde es noch düsterer aussehen, denn Lüdinghausen setzt mehr und mehr auf Spieler, die schon einmal in der Ersten aktiv waren.Vergangenen Sonntag überraschte die Eintracht mit einem 1:0-Sieg gegen Titelfavorit Olfen, nun kehrt der graue Alltag ein. „Das wird Abstiegskampf pur“, prognostiziert Jörg Wintjes, Coach der Evenkämper. Mit einem Sieg käme Wintjes seiner Zielsetzung, die Saison vor den beiden Selmer Vereinen zu beenden, einen großes Stück näher.

Bei den Selmern dürften alle Mann an Bord sein. In Mario Dömland hat die Eintracht in der Winterpause einen echten Knipser an Land gezogen, der bei seinen drei bisherigen Einsätzen jeweils traf. Auch in Selm wird Dömland spielen, aber in den anderen Mannschaftsteilen sieht es nicht so gut aus: Ganze zehn verletzte oder angeschlagene Spieler hat Wintjes momentan im Kader. Darunter auch Kai Wintjes, Stefan Rüsenberg und Thomaz Brzezon.