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Aufschwung am Ellerbruch

HERVEST Bei Fußball-B-Kreisligist SuS Hervest-Dorsten läuft es wieder rund - und das nicht nur sportlich.

07.03.2008
Aufschwung am Ellerbruch

Die begeisterungsfähigen Hervester Fans sorgen am Ellerbruch immer wieder für beste Stimmung.

In der Stimme von Marco Roccaro schwingt Stolz mit. Seit Dezember 2006 führt er zusammen mit seinem engagierten Vorstandsteam den Traditionsverein. Ihre Bilanz kann sich sehen lassen: Pünktlich zum 90. Geburtstag des Klubs im kommenden Jahr wird der SuS endlich wieder schuldenfrei sein.

Auch die Rückkehr in die A-Kreisliga ist nach dem bitteren Abstieg 2006 fest eingeplant. Noch hält man sich am Ellerburch mit vollmundigen Ankündigungen zurück. Doch angesichts von zehn Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze sind auch die größten Zweifler längst verstummt. Die Arbeit von Spielertrainer Dieter Götz zahlt sich mittlerweile aus. Die Mannschaft ist eine gesunde Mischung aus Spielern aus der eigenen Jugend und alten Hasen wie Ex-Profi Michael Pröpper, der auch in seinem 30. Seniorenjahr noch trifft wie zu besten Zeiten.

Vorm Absturz gerettet

„Wie machen einen Schritt nach dem anderen. So wollen wir den Verein wieder in ruhiges Fahrwasser bringen“, erklärt Roccaro. Natürlich träumt man am Ellerbruch auch heute noch von den großen Landesliga-Derbys gegen den BVH Dorsten in den 70er Jahren, zu denen bis zu 4000 Zuschauer strömten. Doch Luftschlösser werden nicht gebaut, die Verantwortlichen stehen mit beiden Beinen auf dem Boden. Zu tief sitzen die Erfahrungen der letzten Jahre, die Kraft und Nerven gekostet haben.

Roccaro und Co. sehnen sich nach Ruhe, denn der SuS stand kurz vor dem Absturz. Große Schulden drückten den Verein. Zahlen will Roccaro nicht nennen. Schmutzige Wäsche wird auch nicht gewaschen. Nur soviel: „Es war ganz eng. Ohne die Unterstützung der vielen freiwilligen Helfer und der Jugendabteilung hätten wir es nicht geschafft. Dann gäbe es in Hervest heute keinen Fußballverein mehr.“

Großer Einsatz

Am Ellerbruch bewegt sich etwas. Die Platzanlage wird in kleinen Schritten renoviert. Beim ersten Arbeitseinsatz 2008 vor wenigen Wochen packten 30 Leute mit an – bei strömendem Regen. Roccaro: „Das hat mich wahnsinnig gefreut. Daran sieht man, wie wichtig der SuS für die Menschen in Hervest ist.“

Offene Türen

Dieses Potenzial haben mittlerweile auch die Sponsoren erkannt. Die Banden im Stadion füllen sich langsam wieder mit Werbung. Beim Versuch, neue Trikots zu organisieren, rannten die Hervester offene Türen ein. Es sind aber nicht allein die großen Summen, die zählen. Vor kurzem hat ein Fan dem Verein eine neue Waschmaschine geschenkt. „Diese kleinen Dinge zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Roccaro.