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Auftragsflut im Rüstungsgeschäft treibt Rheinmetall-Wachstum

Düsseldorf. Weltweit wird wieder mehr Geld in die Streitkräfte gesteckt. Rheinmetall registriert zum Jahresstart für die Rüstungssparte eine Auftragsflut mit mehr als verdoppelten Bestellungen. Insgesamt soll der Konzernumsatz um fast ein Zehntel wachsen.

Auftragsflut im Rüstungsgeschäft treibt Rheinmetall-Wachstum

Rheinmetall musste im ersten Jahresviertel noch einen Umsatzrückgang um knapp sieben Prozent auf 1,26 Milliarden Euro hinnehmen. Foto: Marius Becker

Eine Auftragsflut im ersten Quartal bestärkt den Autozulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall in seinen Wachstumsplänen für das laufende Jahr.

Weil die Rüstungssparte ihren Auftragseingang mehr als verdoppelte, legte das Bestellvolumen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konzernweit um 40 Prozent auf fast 1,6 Milliarden Euro zu, wie das im MDax notierte Unternehmen in Düsseldorf mitteilte.

Nachdem sich einige Projekte ins zweite Jahresviertel verschoben hätten, habe der Konzern nun wieder volle Fahrt aufgenommen, sagte Vorstandschef Armin Papperger.

Wegen des „umfassenden Nachholbedarfs“ bei verschiedenen Streitkräften sehe er große Chancen in Deutschland und international, sagte Papperger. Zuletzt waren die Düsseldorfer etwa in Australien mit Munitionsaufträgen zum Zug gekommen und stehen dort außerdem in Endverhandlungen für mehr als 200 Boxer-Spähpanzer. Auch Großbritannien hat vor kurzem den Wiedereinstieg in das europäische Boxer-Beschaffungsprogramm angekündigt.

Wegen der verzögerten Projekte im Verteidigungsgeschäft - unter anderem wegen fehlender Exportgenehmigungen als Folge der schleppenden Regierungsbildung - musste Rheinmetall im ersten Jahresviertel noch einen Umsatzrückgang um knapp sieben Prozent auf 1,26 Milliarden Euro hinnehmen. Der operative Gewinn (Ebit) ging um sechs Prozent auf 47 Millionen Euro zurück. Der Überschuss blieb aber mit 24 Millionen Euro stabil.

Für das laufende Jahr peilt der Vorstand weiterhin ein Umsatzplus von 8 bis 9 Prozent für den Gesamtkonzern an. Die operative Ergebnisrendite soll auf rund sieben Prozent steigen. Die Automobilsparte profitiere unter anderem von der hohen Nachfrage nach Lösungen zur Schadstoffverringerung und baue zudem auf Produkte für die Elektromobilität. Rheinmetall erwirtschaftet seinen Umsatz zu etwa gleichen Teilen aus dem Automobil- und dem Rüstungsgeschäft.

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