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Ausfälle und Verspätungen

DÜSSELDORF Mit dem dritten Streik innerhalb von zwei Wochen hat die Lokführergewerkschaft GDL am Donnerstag den Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen erheblich behindert. Landesweit mussten die Bahnkunden starke Einschränkungen und Verspätungen in Kauf nehmen. Laut GDL fielen 80 Prozent der Regionalzüge und S-Bahnen aus.

Ausfälle und Verspätungen

Viele Züge blieben heute wieder stehen.

Nach Angaben der Bahn konnten 50 bis 60 Prozent der Verbindungen aufrechterhalten werden. Der Fernverkehr blieb von den Streikmaßnahmen weitgehend unbeeinträchtigt. Der Verkehr auf den Autobahnen in NRW verzeichnete nach Auskunft der Landesleitstelle keine spürbaren Auswirkungen durch den morgendlichen Streik.

"Relativ ruhig"

„In den großen Bahnhöfen ist es relativ ruhig“, berichtete Bahnsprecher Jürgen Kugelmann. Lediglich in Essen und Köln tummelten sich demnach mehr Fahrgäste als beim Ausstand am vergangenen Freitag. Man habe an allen großen Stationen zusätzliche Informationsschalter eingerichtet, um die Reisenden über Behinderungen zu informieren.  Laut Bahn wird im Internet (bahn.de/aktuell) über die Behinderungen im Zugverkehr informiert. Zudem gibt es eine Hotline unter der Nummer 08000 996633, auf der sich Bahnkunden informieren können.

          Die GDL teilte mit, dass im Regionalverkehr rund 180 Züge ausgefallen seien. „Etwa 140 Lokführer befinden sich im Streik“, sagte GDL-Landesvize Olaf Schulz-Arimond. Nach Bahn-Informationen fielen auf den Strecken Düsseldorf-Hamm (RE 3), Düsseldorf-Paderborn (RE 11) und Essen-Siegen (RE 16) alle Züge aus. Auch mehrere Regionalbahnen fuhren nicht. Nach Beendigung des Streiks sollten sich die Verspätungen bis in den Nachmittag hineinziehen, sagte der Bahnsprecher. „Wir sind aber guter Hoffnung, dass wir den Feierabendverkehr normal abwickeln können.“

Viele weichen auf Autos aus

Wegen des Streiks haben offenbar viele Pendler die Bahnhöfe gemieden und sind stattdessen mit dem Auto zur Arbeit gefahren. Bereits in den frühen Morgenstunden verzeichnete der ADAC mehr Verkehr auf den Autobahnen als üblich. Zeitweise sei es landesweit zu insgesamt 100 Kilometer Stau gekommen, sagte eine ADAC-Sprecherin auf ddp-Anfrage in Köln. Besonders betroffen seien die A 1, die A 3 um den Kölner Ring sowie die A 46 von Wuppertal in Richtung Düsseldorf.

  

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