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Ausstellung zu jüdischem Galeristen: Zwei Fachleute abgesagt

Düsseldorf. Das umstrittene Düsseldorfer Ausstellungsprojekt über den jüdischen Kunsthändler Max Stern (1904-1987) muss auf zwei dafür angefragte Fachleute aus Kanada verzichten. Die Kunstexperten hätten mitgeteilt, dass sie sich an keinen Aktivitäten der Stadt Düsseldorf zu Geschichte und Vermächtnis von Max Stern beteiligten, teilte das „Max Stern Art Restitution Project“ im kanadischen Montreal mit. In diesem Projekt forschen die Erben des Sammlers - darunter die Concordia-Universität in Montreal - nach Bildern, die Stern in der NS-Zeit unter dem Druck der Machthaber verkaufen musste.

Die für Herbst 2019 angekündigte Ausstellung in Düsseldorf wird bereits im zweiten Anlauf geplant. Im vorigen Herbst hatte die Stadt das heikle Vorhaben erst abgesagt und dann verschoben. In Düsseldorfer Museen befinden sich 35 von der Stern-Galerie gekaufte Werke, davon wurden 30 vor 1933 erworben. Ein Gemälde von Wilhelm von Schadow wurde den Erben 2014 zurückgegeben, es hängt nun als Leihgabe in Düsseldorf. Ein anderer Fall ist noch offen.

Die Stadt hatte am Donnerstag die geplante Tagung und Ausstellung über den nach Kanada emigrierten Galeristen vorgestellt. Die angefragten Spezialisten hätten der Stadt schon vor einiger Zeit schriftlich abgesagt, erklärte die Stern-Stiftung. Die „Rheinische Post“ (Freitag) hatte berichtet.

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