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Auszüge aus Emmanuel Macrons Rede vor dem EU-Parlament

Paris. Im Europaparlament hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erneut für eine Reform der Europäischen Union geworben. Auszüge aus seiner Rede:

Auszüge aus Emmanuel Macrons Rede vor dem EU-Parlament

Emmanuel Macron: „Ich möchte nicht zu einer Generation der Schlafwandler gehören.“ Foto: Jean Francois Badias/AP

„Wir sprechen heute in einem sehr besonderen Kontext miteinander, der unsere Verantwortung noch größer werden lässt, einem Kontext der Spaltung und teils auch des Zweifels in Europa. (...) In einem Kontext, in dem eine Art europäischer Bürgerkrieg wieder auftaucht, in dem unsere Unterschiede und unsere nationalen Egoismen uns manchmal wichtiger erscheinen als das, was uns vereint gegenüber dem Rest der Welt. In einem Kontext (...), in dem die illiberale Faszination täglich wächst.“

„In dieser Welt und in diesem schwierigen Moment ist die europäische Demokratie (...) unsere beste Chance.“

„Manche schieben alles Schlechte auf Europa und fliehen so vor ihrer eigenen Verantwortung. Sie sagen uns unverfroren, dass die Völker Europa nicht mehr wollen. (...) Andere behaupten, dass man nicht zu schnell voranpreschen dürfe, um die Völker nicht zu überfordern, weil man sonst das Spiel der Populisten spiele. (...) Ich glaube, nichts ist weniger wahr.“

„Ich wünsche mir, dass es uns in den kommenden Monaten gelingt, die Gräben zwischen Nord und Süd, Ost und West, groß und klein zu überwinden, den Rückfall auf nationale Egoismen.“

„Ich möchte nicht zu einer Generation der Schlafwandler gehören. Ich möchte nicht zu einer Generation gehören, die ihre eigene Vergangenheit vergessen hat oder sich weigert, die Probleme ihrer eigenen Gegenwart zu sehen. (...) Ich möchte zu einer Generation gehören, die standhaft entschieden hat, ihre Demokratie zu verteidigen.“

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