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BSV Wulfen verliert das Kreisderby

Basketball

Der Höhenflug des BSV Wulfen ist beendet. In einem selten hochklassigen, aber lange spannenden Kreisderby gegen die Hertener Löwen kassierten die Münsterland Baskets am Dienstagabend vor über 700 Zuschauern eine ärgerliche 64:80-Niederlage.

WULFEN

von Von Jan Große-Geldermann

, 01.11.2011
BSV Wulfen verliert das Kreisderby

Steve Briggs war beim BSV weitgehend auf sich alleine gestellt.

Thorsten Morzuch war nach dem Spiel kaum zu beruhigen. Die Schiedsrichter hatten die Wut des Wulfener Trainers mit ihrer arg kleinlichen Regelauslegung und vielen fragwürdigen Foulentscheidungen auf sich gezogen. Leidtragender war vor allem Dijon Smith, der schon früh foulbelastet war, das gesamte Schlussviertel von der Bank aus verfolgen musste und insgesamt nur auf rund zehn Spielminuten kam. "Die Schiedsrichter haben uns nicht spielen lassen. Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Wenn Dijon länger auf dem Feld steht, geht das Spiel vielleicht anders aus", schimpfte Morzuch. Allerdings wäre es zu kurz gegriffen, die Niederlage nur auf die Referees zu schieben. Mit einer Trefferquote von 30 Prozent und 64 Punkten gewinnt man in der 2. Bundesliga kein Spiel. Herten traf zwar zu Beginn ähnlich schlecht wie der BSV, steigerte sich in diesem Bereich aber im Laufe des Spiels deutlich und nahm am Ende einen verdienten Derbysieg mit nach Herten. Der BSV erwischte einen guten Start und führte nach zwei Minuten mit 8:2. Doch Herten blieb vor allem dank Vincent Kittmann dran und übernahm mit der Viertelsirene die Führung (16:14). Im zweiten Viertel blieb die Partie eng. Steve Briggs erwischte zwar keinen Glanztag, war aber der einzige Wulfener, der zuverlässig traf. Der Amerikaner sorgte auch mit einem Dreier für die 29:26-Führung . Zur Pause lag Herten aber wieder vorne. Im dritten Viertel schien das Spiel zugunsten des BSV zu kippen, der sich beim 47:42 (25.) leicht absetzen konnte. Doch dann rückten die Schiedsrichter in den Fokus. In der aufkommenden Hektik verloren die Wulfener den Faden und Smith nach seinem fünften Foul. Die Entscheidung fiel zu Beginn des Schlussviertels. Der BSV traf nichts mehr und machte in den ersten sechs Minuten des Schlussabschnitts nur einen Punkt. Herten zog auf 68:55 weg. Spätestens nach Jonas Hartmanns Punkten zum 74:61 (39.) war die Partie entschieden. Beim BSV war Briggs mit 24 Punkten der einzige Spieler, der zweistellig traf. Bei den Löwen stießen mit Ryan Daugherty (14), Maik Berger (11), Vincent Kittmann (16), Christoph Hackenesch (16) und Joshua Taylor (12) gleich fünf Akteure in diesen Bereich vor.

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