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Backwaren werden teurer

BERLIN Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks erwartet bald spürbare Preiserhöhungen bei Backwaren. „Ich erwarte für die Branche Preissteigerungen im einstelligen Bereich“, sagte der Präsident des Zentralverbands, Peter Becker, am Freitag. Vor allem für Produkte, für die viel Butter oder Sahne benötigt werde, wie etwa Butterkuchen oder Teilchen, dürften die Preise anziehen.

Backwaren werden teurer

Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks hat Preiserhöhungen für Backwaren zwischen fünf und 20 Prozent angekündigt.

Er gehe allerdings davon aus, dass lediglich die höheren Kosten umgeschlagen werden und die Bäcker „sehr moderat und kundenorientiert“ bei ihren Preiserhöhungen vorgehen. „Ein Kilo Brot, das rund drei Euro kostet, wird sich in den kommenden Wochen um zwölf bis 15 Cent verteuern“, sagte der Präsident des Zentralverbands, Peter Becker. Dies entspricht einem Preisanstieg von bis zu fünf Prozent. Deutlich stärker wird Becker zufolge die Preiserhöhung bei Croissants und anderen Produkten mit besonders hohem Butteranteil ausfallen: „Ich erwarte einen um 15 bis 17 Cent höheren Preis bei einem Croissant“, sagte Becker. Bei einem Grundpreis von 85 Cent entspricht dies einer Croissant-Teuerung um rund 20 Prozent. Neben höhere Preisen für Mehl hätten auch die Ausgaben für Personal und Energie deutlich angezogen.

Metro-Chef: Handel profitiert nicht

Der Vorstandsvorsitzende des Metro-Konzerns, Hans-Joachim Körber, sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, von den teurer werdenden Lebensmitteln profitiere „der Handel bestimmt nicht“. Gerade bei Produkten wie Milch und Butter, deren Preise zuletzt spürbar anzogen, hätten die Kunden die Eckpreise genau im Kopf. Da werde sich kein Discounter die Blöße geben und teurer sein als einer der Konkurrenten. Eine Kaufzurückhaltung wie auf dem Höhepunkt der „Euro-gleich-Teuro-Diskussion“ erwarte er aber nicht, sagte Körber. Vor allem die höheren Kosten für landwirtschaftliche Produkte hatten zuletzt zu Preiserhöhungen bei Lebensmitteln geführt. Bei der Milch konnten davon die Bauern profitieren, binnen eines Jahres stieg der von ihnen kassierte Preis je Liter um sechs Cent auf 32,6 Cent.

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