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"Bauern-DSL" zu langsam

NORDKIRCHEN Eine schnelle Internetverbindung ist ein wichtiger Standortfaktor. Daran hapert es in großen Teilen der Schlossgemeinde, auch in den Ortsteilen Südkirchen und Capelle.

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Ein DSL-Splitter.

Maria Wellmann, CDU.

Josef Klaas, Bauamtsleiter.

Dieses Problem, das UWG-Fraktionsvorsitzender Heinz-Jürgen Lunemann schon einmal thematisiert hatte, brachte CDU-Ratsfrau Maria Wellmann  in der letzten Ratssitzung erneut in die Diskussion. Nicht nur Gewerbetreibende, sondern auch Privatleute fragten immer häufiger nach einem schnelleren Angebot als dem bestehenden DSL 2000 nach.

"Dieses so genannte Bauern-DSL ist vielen zu langsam", betonte Maria Wellmann und fragte deshalb die Verwaltung, ob sie Einfluss auf eine Verbesserung der Versorgung habe.

Wichtige Kaufüberlegung

Der stellvertretende Verwaltungschef Josef Klaas bestätigte, dass eine schnelle Internet zum Beispiel im Baugebiet Kolpingstraße-Nord eine wichtige Kaufüberlegung sei, vor allem für Freiberufler, die von ihrem Haus aus arbeiten müssen.

Deshalb, so Klaas, sei die Verwaltung schon öfter mit der Telekom in Kontakt gewesen, leider bisher vergeblich: "Der ländliche Raum spielt für die Telekom keine Rolle. Wenn man dort anruft, kann man kaum kompetente Leute erreichen.

Nun gebe es aber einen Hoffnungsschimmer, weil der Kreis und die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mit einem privaten Anbieter über eine eigenständige Breitbandverkabelung im Gespräch seien. Das geschehe vor allem mit Blick auf eine gewerbliche Nutzung. Man müsse abwarten, was aus dieser Initiative wird.

Heinz-Jürgen Lunemann  verwies auf das Beispiel in Selm. Dort bot die Telekom jahrelang überhaupt kein DSL an. Dann gab es einen privaten Investor, der die Stadt mit dem funkgestützten DSL (Wimax) versorgen wollte und bereits etliche Kunden am Netz hatte. Und auf einmal reagierte die Telekom auf den lästigen kleinen Konkurrenten und baute ihr DSL-Netz in Selm auf.  

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Ein DSL-Splitter.

Maria Wellmann, CDU.

Josef Klaas, Bauamtsleiter.

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