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Bayer bestreitet Preisabsprachen

LEVERKUSEN Hat die Bayer AG verbotenerweise Medikamentenpreise mit Apotheken abgesprochen? Das berichtet ein Magazin und bezieht sich auf eine interne Mail. Der Konzern bestreitet die Vorwürfe.

Bayer bestreitet Preisabsprachen

Zweiter Rückschlag binnen weniger Tage für den Bayer-Konzern.

„Das Unternehmen spricht unverbindliche Preisempfehlungen aus“, sagte Bayer HealthCare-Sprecher Hartmut Alsfasser am Mittwoch der Wirtschaftsnachrichtenagentur Dow Jones Newswires. „Es trifft definitiv keine Preisabsprachen“, fügte er hinzu. „Die Entscheidung, zu welchem Abgabepreis unsere Erzeugnisse in den Apotheken sind, trifft einzig und alleine der Apotheker“, betonte der Sprecher weiter. Bayer habe auch nicht die Absicht, daran etwas zu ändern.

Das Magazin bezieht sich auf interne Dokumente der Bayer Vital GmbH, die in Deutschland für den Vertrieb rezeptfreier Bayer- Arzneimittel zuständig ist. Demnach bekamen Apotheken Rabatte in Höhe von bis zu drei Prozent, wenn sie sich dazu verpflichteten, die Preise für Aspirin und andere rezeptfreie Medikamente des Konzerns maximal vier Wochen um höchstens 20 Prozent zu senken. In der E-Mail eines Bayer-Managers an die etwa 70 Apotheken- Außendienstler vom 30. Dezember 2006 heißt es laut „stern“: „Als nicht verantwortbar betrachten wir Preisaktionen mit Dauerniedrigpreisen oder mit Zeiträumen, die vier Wochen überschreiten“. „Nur unter Einhaltung dieser Spielregeln“ könne den Apothekern der besondere Rabatt gewährt werden.

"Unvollständig zitiert"

Ein Bayer-Sprecher sagte, diese Email gebe es. Sie sei jedoch unvollständig zitiert, denn in ihr werde auch betont, dass der Apotheker über den Preis entscheidet. „Das wird von uns selbstverständlich respektiert.“ Bayer sei aufgrund des Berichts mit dem Kartellamt in Kontakt getreten. „Wir haben zur Aufklärung der Vorwürfe unsere Hilfe angeboten.“  

Eine Sprecherin des Bundeskartellamtes in Bonn sagte, man gehe den Vorwürfen nach.

 

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