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Bayern feiern 27. Saisonsieg: 3:1 gegen Köln

Köln. Trotz des dritten Eigentors von Pechvogel Niklas Süle in weniger als vier Monaten hat der deutsche Fußball-Meister FC Bayern München eine peinliche Niederlage verhindert. Vier Tage nach dem Halbfinal-Aus in der Champions League gewannen die Münchner beim bereits als Absteiger feststehenden Schlusslicht 1. FC Köln nach Rückstand mit 3:1 (0:1) und feierten am 33. Spieltag den 27. Sieg.

Bayern feiern 27. Saisonsieg: 3:1 gegen Köln

Bayern München im RheinEnergieStadion. Kölns Jannes Horn (r) und Bayerns Joshua Kimmich kämpfen um den Ball. Foto: Marius Becker

Der beim 2:2 am Dienstag bei Real Madrid überragende Nationalspieler Süle traf in der 30. Minute ins eigene Tor. Schon beim 4:2 im Januar gegen Bremen und beim 4:1 im April in Augsburg war dem Innenverteidiger ein solches Missgeschick unterlaufen. James Rodriguez (59.), Robert Lewandowski mit seinem 29. Saisontor (61.) und Corentino Tolisso (78.) drehten das Spiel nach schwacher erster Halbzeit und vermieden im letzten Bundesliga-Auswärtsspiel des am Saisonende in den Ruhestand gehenden Trainers Jupp Heynckes die erste Niederlage beim FC seit 2011. Für Lewandowski war es das 150. Pflichtspieltor für die Bayern im 193. Einsatz.

Der Europa-League-Teilnehmer aus Köln verabschiedete sich nach einer miserablen und frustrierenden Saison mit einer guten Leistung von seinen Fans. Klar ist nun aber schon vor dem letzten Spiel in Wolfsburg: Beim sechsten Abstieg geht der FC zum erst zweiten Mal nach 2004 als Letzter in die 2. Liga.

Die Treue-Bekenntnisse von Nationalspieler Jonas Hector, Torhüter Timo, Marco Höger und Marcel Risse, die allesamt trotz Ausstiegsklauseln mit in die 2. Liga gehen, hatten die Stimmung in der Domstadt in den letzten Tagen schon etwas aufgehellt. Gereizt ist sie allerdings in Bezug auf den Vorstand: Die Fans forderten mit zahlreichen Plakaten und Gesängen dessen Rücktritt. Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck erlebte seine letzten 20 Minuten als FC-Proficoach im heimischen Stadion auf der Tribüne. Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus verwies ihn wegen Meckerns aus dem Innenraum.

Dass Nationaltorhüter Manuel Neuer noch nicht das eigentlich für diese Saisonphase anvisierte Comeback geben würde, hatte Heynckes schon im Vorfeld erklärt. Sein Team wirbelte der Bayern-Coach aber offenbar mit Blick auf das Pokalfinale am 19. Mai nicht so durcheinander wie in der Vorwoche. Zwar durfte der 17-Jährige Franck Evina erneut eine Halbzeit spielen, insgesamt nahm Heynckes aber nur vier Wechsel gegenüber dem Spiel in Madrid vor.

Der FC schien eine Woche nach der Besiegelung des Abstiegs fast befreit und zeigte eine beherzte erste Halbzeit mit vielen Großchancen. Simon Terodde scheiterte an Sven Ulreich (3.), Simon Zoller (11.) und Marcel Risse (22.) verfehlten nach Kontern das Ziel nur knapp. Der sehr auf Ballkontrolle fixierte, aber wenig inspirierte Meister wurde erst in der 25. Minute erstmals wirklich gefährlich. Doch Horn hielt den Kopfball von Lewandowski.

Gerade als die Bayern ins Spiel zu finden schienen, lenkte Süle eine Hereingabe von Christian Clemens unhaltbar ins eigene Tor ab. Die Führung des Absteigers war zu diesem Zeitpunkt dennoch verdient.

Lewandowski hatte noch vor der Pause die Großchance zum Ausgleich, scheiterte aber erneut an Horn (42.). Nach dem Wechsel wurde der Tabellenführer zielstrebiger und drehte die Partie mit dem Doppelschlag innerhalb von drei Minuten. Nun gewannen die Bayern Sicherheit, Tolisso sorgte für die Entscheidung.

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