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Beate Weldin: "Ich bin ja nicht aus der Welt"

SCHWERTE In der Jugendfußball-Abteilung der SG Eintracht Ergste endet eine Ära: Beate Weldin wird auf der Jugendversammlung am 31. Januar nicht mehr als Jugendleiterin kandidieren. Das Stadtmeisterschafts-Wochenende war das letzte Ergster Großereignis unter ihrer Regie. RN-Sportredakteur Michael Dötsch sprach mit Beate Weldin über elf Jahre Jugendfußball und über ihre Nachfolge.

von Von Michael Dötsch

, 24.01.2008
Beate Weldin: "Ich bin ja nicht aus der Welt"

Beate Weldin macht Ende Januar nach elf Jahren als Jugendleiterin in bei der SG Eintracht Ergste Schluss.

Frau Weldin, warum machen Sie Schluss? Weldin: Ich bin aus privaten Gründen nach Lünen gezogen. Und aus der Entfernung macht es einfach keinen Sinn weiterzumachen.

Wie lange waren Sie Jugendleiterin und wie hat sich der Ergster Jugendfußball in diesen Jahren entwickelt?Weldin: Vor elf Jahren habe ich das Amt übernommen. Damals hatten wir gerade mal vier Mannschaften. Heute sind es im Schnitt elf.

Wie groß ist der Aufwand, der mit einem solchen Amt verbunden ist?Weldin: Es ist schon eine Menge Arbeit, und der Aufwand ist in den letzten Jahren gewachsen. Es gibt mittlerweile viel mehr Auflagen vom Kreis. Wenn ich allein an die Wochenenden denke, an denen ich zu Hause saß und auf die Ergebnisse gewartet habe, die ich ins Internet eingeben musste. Heute haben wir am Platz einen Internet-Zugang, da machen die Trainer und Betreuer das selbst. Oder auch die Planung einer Saison. Eigentlich hätte ich es mir gar nicht erlauben können, in der zweiten Hälfte der Sommerferien in Urlaub zu fahren.

"Es gibt schon eine Nachfolgerin"

Bei diesem Aufwand: Was ist denn die Motivation, diesen Job so lange auszuüben?Weldin: Na ja, es macht ja auch Spaß. Man sieht, dass die Kinder von der Straße weg sind und dass sie mit Begeisterung Fußball spielen. Das bereitet doch Freude. Und auch Spieler, die mittlerweile längst bei den Senioren spielen, hupen, wenn sie an einem vorbeifahren. Das ist einfach schön.

Nochmal zurück zum Stadtmeisterschafts-Wochenende. Wie ist es aus Ihrer Sicht gelaufen?Weldin: Bei der Organisation lief alles gut. Es war ja zum ersten Mal komplett alles an einem Wochenende. Um das Ganze von Freitagmittag bis Sonntagabend so durchzuziehen, braucht man schon wirklich viele Helfer, das sollte niemand unterschätzen. Aber wenn es genug Hilfe gibt, dann lohnt es sich auch.

Zum Abschluss: Gibt es eigentlich schon einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin?Weldin: Ja, es gibt jemanden. Aber wer das ist, möchte ich im Vorfeld der Versammlung nicht verraten. Aber es ist eine engagierte Mutter, die gut in unser Team passt. Ich denke schon, dass ich ein bestelltes Feld hinterlasse. Außerdem bin ich ja auch nicht aus der Welt.