Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Beleuchtung oft mangelhaft - TÜV rät zu regelmäßigen Tests

Hannover/Berlin (dpa/tmn) Mit einem regelmäßigen Test ihrer Lichtanlage können Autofahrer gefährliche Unfallrisiken vermeiden. Beim Kontrollgang ums Auto bei eingeschaltetem Licht werden defekte Glühlampen sofort erkannt.

Anzeige

Mit einem regelmäßigen Test ihrer Lichtanlage können Autofahrer gefährliche Unfallrisiken vermeiden. Beim Kontrollgang ums Auto bei eingeschaltetem Licht werden defekte Glühlampen sofort erkannt.

Das sagte Bert Korporal, Sachverständiger beim TÜV Nord in Hannover. Ohne diesen Lichttest sind Autofahrer womöglich monatelang bis zur nächsten Inspektion oder Hauptuntersuchung im Dunkeln als «Einäugige» unterwegs. Sie gefährden dann sich und andere Verkehrsteilnehmer, die das entgegenkommende Auto fälschlicherweise für ein Motorrad halten.

Mängel an der Beleuchtungsanlage von Fahrzeugen bereiten den Sachverständigen große Sorgen: Im aktuellen TÜV-Report 2008, den der Verband der Technischen Überwachungs-Vereine (VdTÜV) in Berlin vorstellte, entfallen auf diese Baugruppe die meisten Mängel.

Hier haben 28 Prozent der zehn bis elf Jahre alten Wagen Defekte. Bei den acht- bis neunjährigen Fahrzeugen liegt die Mängelquote bei 24,4 Prozent, bei den sechs- bis siebenjährigen bei 18,4 Prozent. Selbst bei den vier bis fünf und den zwei bis drei Jahre alten Fahrzeugen stellten die Prüfer noch Mängelquoten von 12,8 und 7,9 Prozent fest. Für den Report wurden die Ergebnisse von rund sieben Millionen Hauptuntersuchungen von 194 Fahrzeugmodellen ausgewertet.

Der regelmäßige kurze Beleuchtungs-Check in Eigenregie ist laut Bert Korporal auch deshalb wichtig, weil viele Mängel «konstruktionsbedingt» sind. Manche Fahrzeughersteller investierten bei der Beleuchtungstechnik nur so viel, wie sie gerade müssen. Die Folge seien beispielsweise eine geringe Haltbarkeit von Scheinwerfer-Glühlampen, Korrosion durch ins Scheinwerfergehäuse eindringendes Wasser oder durch Spannungsspitzen «durchknallende» Lampen.

«Das Problem dabei ist: Man kann keine präventive Wartung machen», erläuterte der Sachverständige. Autofahrer können also nur reagieren, indem sie defekte Glühlampen austauschen, wenn sie den Mangel bemerken. Nicht nur aus Gründen der Verkehrssicherheit sollten Lichtmängel sofort behoben werden, so Korporal. Oft löst eine defekte Glühbirne eine Kettenreaktion aus: Nach der ersten gehen bald weitere kaputt, und plötzlich fährt man völlig im Dunkeln.

Anzeige
Anzeige