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Bienek will über Wetzlar nach Peking

CASTROP-RAUXEL In der nächsten Woche geht es für den Castrop-Rauxeler André Bienek um die Verwirklichung eines Lebens-Traumes. Von Castrop-Rauxel über Wetzlar nach Peking. Diesen Weg möchte der Rollstuhlbasketballer aus Habinghorst mit den Paralympics 2008 in Asien als Fernziel einschlagen.

von Von Jens Lukas

, 22.08.2007
Bienek will über Wetzlar nach Peking

André Bienek will zu den Paralympics 2008 in Peking.

Die erste Etappe meisterte Bienek bereits mit der Nominierung in den Kader der deutschen Nationalmannschaft für die Europameisterschaft im hessischen Wetzlar (25. August bis 1. September). Die Bundestrainer Frits Wiegmann (Osnabrück) und Siegfried Mörtel (Gießen) schreiben ihm nicht von ungefähr viel Lob ins Stammbuch. "Er ist der Youngster, holte sich im vergangenen Jahr den Feinschliff als Spieler in den USA; er ist ein sehr guter Teamspieler, der mit Lust und enormer Willenskraft ins Spiel geht", schreibt das Trainer-Duo in einem Kurzporträt über den Castrop-Rauxeler.

Gut abgeschnitten

Bei den Vorbereitungs-Turnieren in Osnabrück eingeladen gegen die Schweiz, Großbritannien und die Niederlande sowie in Istanbul (Türkei) schnitt die Auswahl des Deutschen Rollstuhlsportbundes (DRS) gut ab. Bundestrainer Wiegmann warnte aber: "Erst bei der Eurobasketball zählt es!"

Auch den letzten Härtetest vor der EM bestand sein Team mit Bravour. Ein Turnier in Hamm gewannen Bienek und Co. im Finale gegen Frankreich mit 65:45 (20:17, 32:21, 42:35). Vor rund 300 begeisterten Zuschauer ließ die deutsche Mannschaft im zweiten Viertel dem Gegner mit einer starken Verteidigung kaum Luft zum Atmen. André Bienek steuerte zwölf Punkte bei und schwang sich hinter Abdulgazi Karaman (16) zum zweitbesten deutschen Werfer auf.

Lange Israelis

In der EM-Vorrunde trifft das Gastgeber-Team auf Israel (Wiegmann: "Die haben lange Spieler!"), die Türkei ("Schnelles Team, gute Einzelspieler"), Polen ("Zwei exzellente Center"), Italien ("Gefährlicher Aufbauspieler") und die Niederlande ("In diesem Jahr nicht top besetzt").

Bienek hofft jetzt, beim EM-Turnier seine neu erlernten Fähigkeiten anwenden zu können, die er während der NWBA-College-Saison im Meister-Team der University von Whitewater (USA) erworben hatte. Mit einem erfolgreichen Abschneiden bei der EM unter den besten Vier kann das deutsche Team das ersehnte Ticket für die Paralympics buchen. Von Castrop-Rauxel über Wetzlar nach Peking.

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