Bis zu 39 Grad - NRW erwartet vorerst heißesten Tag des Jahres

Hitzewelle

Die Freibäder sind voll, die Straßen sind leer, NRW schwitzt sich durch die bislang heißesten Tage des Jahres. Und auch in den Nächten können die Menschen nicht auf Abkühlung hoffen.

NRW

26.07.2018, 13:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Polizei Wuppertal gießt die Bäume am Straßenrand mit Wasserwerfern.

Die Polizei Wuppertal gießt die Bäume am Straßenrand mit Wasserwerfern. © dpa

Die Hitze gönnt NRW keine Verschnaufpause - im Gegenteil: die Temperaturen steigen weiter und werden im Laufe des Donnerstags einen bisherigen Höchstwert in diesem Jahr erreichen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine weitere amtliche Warnung vor Hitze ausgegeben. Sie gilt bis mindestens Freitag, allerdings soll es zum Wochenende hin noch etwas heißer werden.

Die Meteorologen erwarten für Donnerstag zunächst Höchsttemperaturen von bis zu 39 Grad, das wäre dann der vorerst heißeste Tag des Jahres. Laut Vorhersage soll es sich vor allem im Raum Düsseldorf, Köln und Duisburg besonders aufheizen. In den Mittelgebirgen werden Spitzenwerte von 34 Grad erreicht, in den tieferen Lagen bis zu 36 Grad. Vereinzelte Wärmegewitter am Nachmittag dürften vom Niederrhein in Richtung Eifel ziehen, aber kaum für Abkühlung sorgen. Örtlich sei Starkregen möglich.

Es bleibt heiß

Auch am Freitag wird es laut DWD nicht kühler. Die Temperaturen liegen dann zwischen 35 und 39 Grad. „Die Nächte kühlen nur leicht ab“, sagte ein Meteorologe. „Wir erwarten vor allem in den Städten tropische Nächte mit Temperaturen bis 23 Grad.“

Der Hitze-Rekord aus dem Jahr 2003 wird laut DWD bis zum Wochenende nicht gebrochen. Damals erreichte der Stadtteil Merkenich in Köln schweißtreibende 39,6 Grad.

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Feuerwehren im ganzen Land blieben angesichts trockener Felder und Wälder in Alarmbereitschaft: „Die Gefahr von Wald- und Flächenbränden ist riesig“, warnte die Feuerwehr Essen. Für weite Teile Nordrhein-Westfalens galt am Donnerstag die Gefahrenstufe 4 (hohe Gefahr) von 5.

„Die höchste Stufe gibt es in NRW sehr selten“, sagte DWD-Agrarmeteorologe Hans Helmut Schmitt. „Denn hier gibt es nicht so viele Kiefernwälder auf sandigen Böden, die besonders gefährdet sind“. Örtlich müsse aber auch mit der höchsten Gefahrenstufe gerechnet werden, sagte Friedrich Louen vom Landesbetrieb Wald und Holz.

Waldbrand durch Lagerfeuer

Dennoch haben Unbekannte in Isselburg in der Hitze ein Lagerfeuer in einem Waldstück entzündet - und damit einen kleineren Waldbrand ausgelöst. Insgesamt 200 Quadratmeter standen in Flammen, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Polizei ermittelt nun wegen fahrlässiger Brandstiftung.

Nach wie vor sind Feuerwehr und Stadtreinigungen landesweit im Einsatz, um Bäume in der anhaltenden Sommerhitze vor dem Vertrocknen zu retten. Unter anderem in Aachen, Düsseldorf und Recklinghausen rückten sie zu Einsätze aus, um Hunderte von Bäumen zu bewässern.

In Wuppertal gießt die Polizei wegen der anhaltenden Trockenheit die Bäume mit einem Wasserwerfer. Ein entsprechender Einsatz habe am Donnerstagvormittag begonnen, sagte eine Polizeisprecherin. Zuvor hatte die „„Rheinische Post“ davon berichtet. Das Fahrzeug umfasst 10 000 Liter. Laut Polizei ist es das erste Mal in diesem Jahr, dass ein Wasserwerfer wegen großer Hitze eingesetzt wird.

Steigen die Kosten für Städte?

Ob die Einsätze und die anhaltende Trockenheit auch zu steigenden Kosten für die Städte führt, dazu gibt es bislang keine Angaben des Städte- und Gemeindebunds NRW. Es sei zwar bei diesen Temperaturen nicht notwendig, den Rasen zu mähen und die Pflanzen zu schneiden, sagte Sprecher Martin Lehrer.

„Dafür werden die freien Kapazitäten aber genutzt, um die Straßen abzufahren und zu schauen, welche Bäume gegossen werden müssen.“ Durch die Hitzewelle trockneten die Straßenbäume auch nicht gleich aus. Oft spielten auch andere Faktoren wie das Alter oder der Standort des Baumes eine Rolle. „Ein standortrobuster Baum steckt die Hitze gut weg“, sagte Lehrer.

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Von dpa

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