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Blitzeblanke Jubelarie

Fußball: VfB Habinghorst / Erster Meistertitel für Beleijew / Drei Neuzugänge geplant

16.05.2007

Zumindest auf der formalen Seite der Welt: Alle Kicker gingen am Dienstag wieder ihrer Alltags-Arbeit nach. Das war tags zuvor ganz anders. Für Montag hatte das komplette Team von Trainer Dieter Beleijew Urlaub bei den jeweiligen Arbeitgebern geholt. Was dem Coach mächtig imponierte: ?Die haben sich vor Wochen schon für diesen Tag frei genommen.? Oder etwa Daniel Kristler: Der hätte eigentlich am Sonntag zur Schicht gemusst, hatte die aber vorsorglich für das letztlich entscheidende Bezirksliga-Spiel bei BW Huckarde (5:0) getauscht. In schöne Unordnung war indes nach dem Triumph in Huckarde die Haarpracht von so manchem VfB-Kicker geraten: Ratz-Fatz war der Kopfschmuck noch in der Kabine dem Langhaarschneider zum Opfer gefallen. Beleijews Bedenken konterten dessen Schützlinge blitzschnell wie auf dem Sportplatz aus: ?Bis zur Abschlussfahrt nach Mallorca sind die Haare wieder da.? Blitzeblanke Schädel krönten die Habinghorster Jubelarie. Beleijew hatte ohnehin selbst Grund genug für Hoch-Stimmung: Schließlich ist der Sprung in die Landesliga der erste Meistertitel und Aufstieg für den 48-Jährigen als Übungsleiter überhaupt. Sowohl als Spielertrainer bei der SG Castrop in den frühen 90-er Jahren als auch nun als VfB-Coach in der jüngeren Vergangenheit schrammte er regelmäßig am höchsten Saisonziel vorbei. Als Spieler stieg Beleijew auf - zumindest einmal: In der Saison 1994/95 mit der zweiten Mannschaft des VfB Habinghorst in die Kreisliga A. In der Landesliga 3, in die die Europastädter voraussichtlich eingruppiert werden, wird Habinghorst seine Vorgänger als Titelträger der Bezirksliga 15 wiedertreffen: die SG Mengede (3.), den TuS Eving-Lindenhorst (4.), der dann vom ehemaligen Schweriner Trainergespann Karsten Gowik und Peter Wongrowitz betreut wird, und den letztjährigen Meister WSV Bochum (7. ). Als Landesliga-Erster hat sich bereits der SV Herbede nach oben in die Verbandsliga verabschiedet. Als Absteiger stehen vorzeitig der TSK Herne (15.) und Westfalia Wickede (16. ) fest. Drittletzter und somit erster Anwärter auf den letzten Absteigerplatz ist derzeit der VfB Schwelm. Möglicherweise darf die Beleijew-Elf in ihrem Landesliga-Jahr ein Gastspiel in nächster Nähe absolvieren: Der Herner-Traditionsverein SV Sodingen (14.) steht drei Spieltage vor dem Ende der Verbandsliga-Saison auf einem Abstiegsplatz - und würde in die Landesliga 3 fallen. ?Wir sollten uns in der Landesliga halten können?, wagte Beleijew eine erste Prognose, ?wir sind aber nicht so überheblich und sagen, dass wir vorne mitspielen können.? Und verweist auf die früheren Bezirksliga-Meister, die sich in der höheren Spielklasse etabliert haben.?Der WSV Bochum etwa?, so Beleijew, ?gegen die haben wir in der letzten Saison nicht verloren.? Beleijew setzt für die nächste Saison ganz auf seine junge Erfolgsmannschaft: ?Wir arbeiten ja jetzt auch schon lange zusammen.? Lediglich drei Neuzugänge hat er im Sinn. Eine Verpflichtung davon ist schon unter Dach und Fach. Mehr als diese drei sollten es nicht werden, schon gar nicht wegen der finanziellen Forderungen mancher Spieler, so Beleijew: ?Dann sollen die lieber woanders spielen, aber nicht bei uns.? Zwei Tage nach dem Meisterstück war die VfB-Welt tatsächlich nicht mehr aus den Angeln gehoben. Bestes Beispiel: Zum Training am Dienstagabend waren die Beleijew-Kicker komplett in der Kampfbahn Habichthorst erschienen. Schließlich soll die nun schon 13-monatige Erfolgsserie des Bezirksliga-Meisters VfB Habinghorst noch bis zum Saisonende ausgebaut werden. carlo

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