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Boeing kämpft erneut mit Verzögerungen bei 787 Dreamliner

Seattle (dpa) Der US-Flugzeugbauer Boeing muss wegen weiterer Verzögerungen den Zeitplan für seinen neuen Langstreckenjet 787 Dreamliner erneut deutlich verschieben. Der Erstflug werde nun voraussichtlich erst drei Monate später zum Ende des zweiten Quartals stattfinden, teilte Boeing am Mittwoch in Seattle mit.

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Boeing kämpft erneut mit Verzögerungen bei 787 Dreamliner

Boeing Dreamliner-Werbung in China

Der US-Flugzeugbauer Boeing muss wegen weiterer Verzögerungen den Zeitplan für seinen neuen Langstreckenjet 787 Dreamliner erneut deutlich verschieben. Der Erstflug werde nun voraussichtlich erst drei Monate später zum Ende des zweiten Quartals stattfinden, teilte Boeing am Mittwoch in Seattle mit.

Das erste Flugzeug werde eher Anfang 2009 als wie zuletzt vorgesehen Ende 2008 ausgeliefert. Nach mehrmonatigen Rückschlägen hatte der Airbus-Konkurrent den Zeitplan im vergangenen Jahr schon einmal geändert. Der Chef des 787- Programms wurde deshalb ausgewechselt.

Die neuen Termine hatte Boeing erst im Dezember als verbindlich bestätigt. Das Prestigeprojekt ist Boeing vor allem wegen Zulieferproblemen heftig aus dem Ruder gelaufen. «Wir sind angesichts der Folgen für unsere Kunden tief enttäuscht», räumte der Chef der Boeing-Verkehrsflugzeugsparte Scott Carson ein.

Das krisenbeladene Projekt erinnert an die enormen Probleme von Airbus beim Großraumflieger A380. Airbus hatte eine fast zweijährige Verzögerung in eine Krise gestürzt.

Boeing drohen neben dem Vertrauensverlust bei Kunden und Aktionären bei zu großen Verzögerungen Schadensersatzzahlungen und Umsatzausfälle. Der Dreamliner ist mit bereits 817 Bestellungen von mehr als 50 Fluggesellschaften das bislang am meisten georderte Flugzeug der Konzerngeschichte.

Unzufriedene Kunden können allerdings nicht so einfach zur Konkurrenz wechseln: Das Airbus-Pendant zum Dreamliner, der neue Langstreckenflieger A350XWB, musste bisher ebenfalls mehrfach überarbeitet werden. Er soll erst 2013 auf den Markt kommen.

Boeing betonte, die Verzögerungen würden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf das Jahresergebnis 2008 haben. Das Ergebnis für 2007 bleibe unberührt. Der Gewinn je Aktie solle 2009 nach wie vor stark steigen - auch dank des Rüstungsgeschäfts.

Die Börse hatte auf entsprechende Gerüchte bereits am Vortag mit heftigen Abschlägen für die Boeing reagiert. Am Mittwoch verlor sie vorbörslich nochmals leicht auf rund 77,70 Dollar.

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