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Borussia Mönchengladbach

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Die Aufbruchsstimmung ist verflogen. Mit dem vor Saisonbeginn als Überraschungscoup präsentierten Jupp Heynckes sollte eine Gladbacher Identifikationsfigur aus erfolgreicheren Tagen den verblassten Glanz der Borussia wieder aufpolieren. Doch nach nur sieben Monaten war dieser Plan gescheitert: Heynckes reichte nach zwei sieglosen Spielen zu Beginn der Rückrunde seinen Rücktritt ein. Alle ehrgeizigeren Pläne sind vorerst ad acta gelegt, es zählt nur noch eins: Der Klassenerhalt.

Nachdem die Hinrunde auf Abstiegsplatz 16 beendet wurde, war Heynckes in Jos Luhukay ein neuer Assistent zur Seite gestellt. Sofort wurde gemunkelt, dass dieser Heynckes beerben könnte, sollte das «Ur-Fohlen» doch vorzeitig scheitern. Denn der Druck auf Heynckes hatte deutlich zugenommen, Vereinspräsident Rolf Königs forderte in der Winterpause unmissverständlich: «In der Rückrunde muss vieles besser werden, so macht es keinen Spaß.» Nach einer 1:3-Pleite bei Energie Cottbus und einer mageren Nullnummer vor eigenem Publikum gegen den 1. FC Nürnberg war auch Heynckes der Spaß vergangen. Der 61-Jährige, der auf alle finanziellen Ansprüche seines bis 2008 laufenden Vertrags verzichtete, gab auf - Luhukay übernahm.

Als auch diese Maßnahme nicht die erhoffte Wirkung zeigte, vollzog der Traditionsverein den radikalen Schnitt: 36 Tage nach dem Trainerwechsel war auch die Ära von Peter Pander als Sportdirektor bei der Borussia beendet. Sein Nachfolger wurde überraschend der ehemalige Nationalspieler Christian Ziege, der einen Vertrag bis zum 30. Juni 2009 bekam. Der 35-Jährige hatte bis dahin die B-Jugend des fünfmaligen deutschen Meisters betreut.

Noch vor Saisonbeginn hatte nicht zuletzt die vier Millionen Euro teure Verpflichtung des argentinischen Mittelfeldspielers Federico Insua vom Topclub Boca Juniors augenscheinlich gemacht, dass zumindest die wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine Gladbacher Renaissance eigentlich gegeben sind. Bei einem Umsatz von knapp 60 Millionen Euro erwirtschaftete der Club im Vorjahr einen Netto-Gewinn von zwei Millionen Euro. Der Etat für die Profi-Abteilung wurde im Vergleich zur Vorsaison von 25,1 auf 27,2 Millionen Euro erhöht. Und auch der Zuspruch der Fans ist groß. Mehr als 25 000 Dauerkarten verkaufte die Borussia für die aktuelle Spielzeit.

Von diesen verbesserten finanziellen Möglichkeiten machte die Borussia in der Winterpause dann auch noch einmal Gebrauch, damit wenigstens erst einmal die Klasse gesichert wird. Neue Hoffnungsträger für alle Mannschaftsteile wurden in der Winterpause an den Niederrhein gelotst. Der 22-jährige dänische Nationalstürmer Mikkel Thygesen soll für mehr Torgefahr sorgen. Der ivorische Internationale Steve Gohouri soll die Abwehr stabilisieren. Hinzu kommt das Mittelfeld-Talent Alexander Baumjohann vom FC Schalke 04. Zudem kehrten eigene Leistungsträger wie Nationalspieler Marcell Jansen nach überwundener Verletzung in die Mannschaft zurück.

Das Aufgebot:

Tor: 1* Kasey Keller, 19 Christopher Heimeroth, 31 Michael Melka

Abwehr: 2 Bo Svensson, 3 Filip Daems, 5 Marcell Jansen, 13 Zé António, 20 Kasper Bögelund, 28 Steve Gohouri, 33 Marvin Compper, 37 Tobias Levels, 28 Steve Gohouri

Mittelfeld: 6 Eugen Polanski, 8 Sebastian Svard, 10 Federico Insua, 14 Hassan El Fakiri, 16 Bernd Thijs, 17 David Degen, 22 Oliver Kirch, 24 Peer Kluge, 26 Michael Delura, 29 Alexander Baumjohann, 36 Robert Fleßers

Angriff: 7 Mikkel Thygesen, 9 Wesley Sonck, 15 Kahe, 23 Nando Rafael, 27 Oliver Neuville

* Zahl ist jeweils die Rückennummer

(Stand: Januar 2007)

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