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Bundesregierung plant Elternzeit für Großeltern

Berlin (dpa) Eltern von Minderjährigen mit Neugeborenen sollen einen Anspruch auf eine berufliche Auszeit zur Betreuung des Enkels erhalten. Die Fachpolitiker der großen Koalition haben sich auf einen entsprechenden Vorschlag verständigt, bestätigte das Bundesfamilienministerium am Donnerstag.

Bundesregierung plant Elternzeit für Großeltern

Rentner

Eltern von Minderjährigen mit Neugeborenen sollen einen Anspruch auf eine berufliche Auszeit zur Betreuung des Enkels erhalten. Die Fachpolitiker der großen Koalition haben sich auf einen entsprechenden Vorschlag verständigt, bestätigte das Bundesfamilienministerium am Donnerstag.

Die Zahlung eines Elterngeldes auch an Großeltern ist dagegen nicht vorgesehen. Nach den Plänen der Regierung müssen die Großeltern mit ihrem Enkelkind in einem Haushalt leben. Ein Elternteil darf noch nicht 18 Jahre alt oder muss noch in der Schulausbildung sein. Damit soll bei sogenannten Teenager-Schwangerschaften geholfen werden. Der Kreis der möglichen Betroffenen ist überschaubar. 2006 bekamen 6163 Minderjährige ein Kind.

Das seit Anfang 2007 bestehende Elterngeld als Lohnersatzleistung in den ersten 14 Monaten nach der Geburt soll im Oktober 2008 überprüft werden. Die Einbeziehung der Großeltern in die berufliche Elternzeit geht auf eine Initiative der Familienpolitikerin Nicolette Kressl (SPD) zurück.

CSU und Opposition reagierten zurückhaltend. CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer fragte ironisch, ob denn auch an Patenonkel und - tanten sowie an die Urgroßeltern gedacht sei. Für Ina Lenke von der FDP ist das Elternzeit-Privileg für Großeltern «kompletter Unsinn». Auch Tanten oder Nachbarn, die sich um Kinder kümmern, dürften nicht leer ausgehen.

Das Elterngeldgesetz sieht bislang vor, dass Verwandte bis zum dritten Grad sowie deren Ehegatten Anspruch auf Elternzeit haben, wenn die Eltern ihr Kind wegen Krankheit, Schwerbehinderung oder Tod nicht betreuen können. In diesem Fall wird auch Elterngeld bezahlt.

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