Bundeswehr fehlt Kleidung, tödlicher Unfall, Vulkanausbruch

Morgen Update: Irrfahrt mit dem Zug

Der Bundeswehr fehlen nicht nur Panzer, sondern auch Schutzwesten, Winterbekleidung und Zelte. Ein 35-Jähriger stirbt bei einem tödlichen Unfall in Ahaus, der Vulkan Singabung stößt eine fünf Kilometer hohe Aschewolke aus, ein 12-Jähriger verwechselt die S-Bahn mit einem ICE - hier ist das Morgen Update.

NRW

, 19.02.2018, 08:30 Uhr / Lesedauer: 4 min
Bundeswehr fehlt Kleidung, tödlicher Unfall, Vulkanausbruch

Das Wetter:

Es wird überwiegend heiter, immer mal wieder ziehen dichte Wolkenfelder durch. Die Temperatur erreicht Höchstwerte zwischen 5 und 7 Grad. Es bleibt trocken.

Der Verkehr:

Vorsicht: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor örtlicher Reifglätte auf den Straßen. Die Warnung gilt nicht nur am frühen Morgen, sondern bis 10 Uhr. 

 

Das ist gestern Abend und in der Nacht passiert

  • Angetrunken, auf Drogen und ohne Führerschein hat ein 32-Jähriger am Abend auf der Autobahn 1 bei Münster einen Unfall gebaut und sich schwer verletzt. „Da er nicht angeschnallt war, erlitt er dabei schwere Gesichtsverletzungen“, teilte die Polizei am frühen Morgen mit. Der Fahrer habe an der Anschlussstelle Münster-Hiltrup die Kontrolle über seinen Wagen verloren und sei mehrfach in eine seitliche Betonwand gekracht. Das Auto wurde dabei komplett zerstört.
  • Bei einem schweren Verkehrsunfall in Ahaus (Kreis Borken) ist ein 35 Jahre alter Mann tödlich verletzt worden. Der Fahrer des Wagens, ein 30-Jähriger, war mit seinem Auto auf dem Vredener Dyk zunächst auf den Grünstreifen geraten. Er geriet beim Gegenlenken dann ins Schleudern und prallte mit der Beifahrerseite seines Autos gegen einen Baum. Der Beifahrer starb.
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  • Für den Einsatz der Bundeswehr 2019 bei der schnellen Eingreiftruppe der Nato fehlen der Truppe nicht nur Panzer, sondern auch Schutzwesten, Winterbekleidung und Zelte. Das geht laut „Rheinischer Post“ aus einem Papier des Heereskommandos hervor. Parlamentarier reagierten empört. Derartige Versorgungslücken, zumal bei wichtigen Nato-Vorhaben, „können und werden wir nicht akzeptieren“, sagte SPD-Verteidigungsexperte Fritz Felgentreu dem Blatt. Auch Florian Hahn verlangte, die Materiallücken zu schließen, wie es im Koalitionsvertrag festgeschrieben sei.
  • Mehrere Tausend Anhänger des abgeschobenen Kiewer Oppositionellen Michail Saakaschwili haben in der ukrainischen Hauptstadt den Rücktritt des Staatschefs Petro Poroschenko gefordert. Bis zu 2500 Menschen sollen durch die Kiewer Innenstadt marschiert sein. Dabei waren 3000 Polzisten im Einsatz. Zudem protestierten mehrere Hundert Teilnehmer in Gebietshauptstädten vor allem in der West- und Zentralukraine. Der georgische Ex-Präsident Saakaschwili hatte zu den Demonstrationen aufgerufen, nachdem er am Montag festgenommen und abgeschoben worden war.
  • Der seit Jahren aktive Vulkan Sinabung auf Indonesien ist erneut ausgebrochen. Eine dicke Aschewolke stieg fast fünf Kilometer in den Himmel, wie ein Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde mitteilte. Zudem traten an den Flanken des 2460 Meter hohen Bergs auf der Insel Sumatra vulkanische Gase aus. Verletzte habe es nicht gegeben, sagte der Sprecher weiter. Seit 2013 bricht der Sinabung immer wieder aus. Tausende Menschen mussten ihre Häuser in der Nähe des Vulkans bereits verlassen.

  • Die IG Metall hat angesichts drohender Diesel-Fahrverbote in Städten die Bundesregierung massiv kritisiert und die Einführung einer „blauen Plakette“ gefordert. „Die Bundesregierung darf sich nicht weiter verstecken. Sie muss endlich handeln“, sagte Jörg Hofmann, der Erste Vorsitzende der IG Metall, der dpa. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelt am Donnerstag darüber, ob Diesel-Fahrverbote rechtlich zulässig sind.
  • Ein Zwölfjähriger ist von Spandau versehentlich nach Wolfsburg statt nach Berlin gefahren. Er hatte den ICE für die S-Bahn gehalten, teilte die Bundespolizei in Hannover am Sonntag mit. Unterwegs fiel der Junge einer Zugbegleiterin auf, die die Bundespolizei verständigte. Beamte nahmen das Kind im rund 200 Kilometer entfernten Bahnhof Wolfsburg in Empfang und riefen seine Eltern an.
  • Der Mitfahrdienst Blablacar lässt wieder auch mit Bargeld bezahlen und will so das Wachstum in Deutschland ankurbeln. Die vor rund zwei Jahren gestartete Online-Zahlung habe gut funktioniert und die Verlässlichkeit erhöht - „aber uns ist bewusst, dass sie nicht für alle perfekt ist“, sagte Deutschlandchef Jaime Rodriguez de Santiago der dpa. Deutschland habe eine starke Bargeld-Kultur. Die Routen mit den meisten angebotenen Fahrten sind in Deutschland Berlin-München, Berlin-Frankfurt und Köln-Hamburg.
  • Nach einer Massenschlägerei zwischen den Spielern auf dem Platz ist der Fußball-Klassiker zwischen Vitória und Bahía im Nordosten von Brasilien abgebrochen worden. Insgesamt stellte der Schiedsrichter bei der Partie neun Spieler beider Mannschaften vom Platz. Mit nur noch sechs Spielern hatte Vitória laut Reglement einen Spieler zu wenig, um die Partie fortzusetzen und wurde zum Verlierer erklärt. Die Krawalle begannen, als Bahía-Spieler Vinícius seinen Elfmeter-Treffer vor der Fankurve von Vitória feierte. Torwart Fernando Miguel fühlte sich provoziert und griff den Spieler an.
  • Das britisch-amerikanische Drama „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ ist der große Gewinner bei den als Baftas bekannten Britischen Filmpreisen, die in London verliehen wurden. Vor den Augen von Prinz William und seiner hochschwangeren Frau Kate erhielt der neunmal nominierte Film in der Londoner Royal Albert Hall fünf Trophäen. Frances McDormand bekam außerdem den Bafta als beste Hauptdarstellerin, Sam Rockwell den Preis als bester Nebendarsteller. Als bester Hauptdarsteller wurde wie erwartet Gary Oldman prämiert, für seine Rolle als britischer Premierminister Winston Churchill.

Das wird heute spannend oder wichtig:

  • CDU-Chefin Angela Merkel will ihrer Partei den Nachfolger von Generalsekretär Peter Tauber mitteilen. Der 43-Jährige will nach gut vier Jahren im Amt seinen Rückzug erklären und damit ermöglichen, dass schon auf dem CDU-Parteitag am 26. Februar ein Nachfolger gewählt werden kann, wie es hieß. Die Entscheidung Merkels zur raschen Wahl eines Nachfolgers von Tauber wurde in der CDU auch als Zeichen an ihre parteiinternen Kritiker gewertet. Sie verlangen seit dem schlechten Abschneiden der Partei bei der Bundestagswahl eine personelle Erneuerung in Partei und Regierung.
  • Der Deutsche Handballbund entscheidet über die Zukunft von Bundestrainer Christian Prokop. Für den Nachmittag ist eine Pressekonferenz angesetzt. Offizielles Thema ist das Ergebnis der Analyse der Europameisterschaft in Kroatien. Die hatte die DHB-Auswahl im Januar auf dem enttäuschenden neunten Platz abgeschlossen. Anschließend war der 39-jährige Prokop in die Kritik geraten. Auch während des Turniers war von Differenzen zwischen dem Coach und Teilen des Teams die Rede.
  • Die katholischen deutschen Bischöfe kommen zu ihrer Frühjahrs-Vollversammlung in Ingolstadt zusammen. Bis zum Abschluss des viertägigen Treffens am Donnerstag wollen die Bischöfe und Weihbischöfe unter anderem über die Flüchtlingsarbeit, die im Herbst anstehende Jugendsynode im Vatikan, den Dialog mit den Kirchen in Mittel- und Osteuropa sowie über weitere aktuelle Themen sprechen. Vorgestellt werden soll auch ein Bericht über den Umfang der kirchlichen Flüchtlingshilfe im Jahr 2017.
  • Die deutsche Skisprung-Mannschaft, die Zweierbob-Piloten und Eisschnellläufer Nico Ihle haben bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang gute Aussichten auf Medaillen. Nachdem Andreas Wellinger bereits Gold von der Normalschanze und Silber von der Großschanze gewann, könnte es mit der Mannschaft nun bereits die dritte Medaille für den 22-Jährigen in Südkorea geben.
  • Begleitet von massiven Fan-Protesten werden Eintracht Frankfurt und RB Leipzig am 23. Spieltag das erste Montagabend-Spiel dieser Bundesliga-Saison bestreiten. Anpfiff in der Commerzbank Arena ist um 20.30 Uhr. Fußball-Fans in ganz Deutschland kritisieren an den Montag-Ansetzungen, dass sie die eigene Anreise zu Auswärtsspielen erschweren und vermeintlich nur den Vermarktungs-Interessen der Vereine dienen. Die Deutsche Fußball Liga weist die Kritik zurück.

Hier geht es zum täglichen Update von Borussia Dortmund und Schalke 04.


Heute vor...


... 15 Jahren verurteilte das Hamburger Oberlandesgericht im weltweit ersten Prozess um die Terroranschläge vom 11. September 2001 den Marokkaner Mounir El Motassadeq zu 15 Jahren Haft.

Das ist in den sozialen Netzwerken los:

Es war ein Zaubertor, mit dem Marco Reus den BVB gegen Mönchengladbach zum Sieg schoss.