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120 Tonnen Feinstaub aus dem Knepper-Kraftwerk

CASTROP-RAUXEL Das Knepper-Kraftwerk an der Oststraße hat sich der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) als gefährlichen Feinstaub-Produzenten ausgeguckt.

von Von Oliver Vollmerich

, 04.10.2007
120 Tonnen Feinstaub aus dem Knepper-Kraftwerk

Thomas Quittek.

Mit dem Hinweis, dass dieses Kraftwerk an der Stadtgrenze zwischen Dortmund und Castrop-Rauxel allein 120 der 166 Tonnen Feinstaub ausstößt, die insgesamt aus der Dortmunder Industrie stammen argumentieren die Kritiker des BUND in der Nachbarstadt gegen die geplante DEW-Beteiligung an einem Kraftwerksneubau in Hamm.Luftreinhaltekonzepte

Der Vorstoß passt zur aktuell laufende Diskussion um Luftreinhaltekonzepte. Der BUND-Sprecher Thomas Quittek will dafür sorgen, dass die Kraftwerkspläne bei der Bezirksregierung Arnsberg auf den Prüfstand gestellt werden. "Insbesondere die geplanten Kohlekraftwerke stellen neben der Klimabelastung durch CO 2 eine erhebliche Feinstaub-Quelle dar", stellt Quittek fest. Sein Fazit: Auch aus Gründen der Feinstaubreduzierung müsse eine Beteiligung der DEW am Kraftwerksneubau in Hamm verhindert werden. Neben dem Autoverkehr ist die Industrie als Hauptverursacher von Feinstaub in den Blick geraten.

Verdoppelung des Ausstoßes

Für das RWE-Kraftwerk in Hamm rechnet der BUND-Experte bei der geplanten Erweiterung mit einer Verdoppelung des Ausstoßes von bislang 100 Tonnen Feinstaub pro Jahr. Quittek: "Mit der DEW-Beteiligungssumme von über 100 Mio. Euro könnte eine wesentlich umweltfreundlichere Strom- und Wärmeversorgung aufgebaut werden, unter anderem durch die Beteiligung an Windparks und dezentralen Blockheizkraftwerken."

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