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Altstadt-Rallye als Spiel

OBERCASTROP Auf dem Brett geht's ab durch die Stadt. Die Viertklässler der Grundschule Grüner Weg entwickelten eine Altstadtrallye als munteres Frage- und Antwortspiel. Alles rund um das Spiel lesen Sie hier.

von Von Peter Wulle

, 13.12.2007

Schulleiterin Brigitte Ring kam es während der Präsentation des handgefertigten Brettspiels so vor, als wäre schon Weihnachten. Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten machten sofort mit, als die Kinder im Sommer angeregt durch die jährliche, richtige Altstadtrallye mit dem Arbeitskreis für Stadtgeschichte begannen, ihre Idee für ein Würfelspiel in die Tat umzusetzen. Was anfangs nur ein Unikat für die Klasse werden sollte, wurde schließlich zu einer Massenproduktion. 200 Exemplare mit 800 von Hand bemalten Holzpüppchen wurden rechtzeitig zu Weihnachten fertig und sind nun für 19,90 Euro im Spielwarengeschäft Schnettelker erhältlich. Möglich wurde das durch die Hilfe zahlreicher Geschäftsleute der Altstadt und das Sponsoring der Sparkasse Vest. In der Schule wurden die Kinder vor allem von ihrer Lehrerin Elvira Düllmann und von Britta Merhof aus der Schulpflegschaft unterstützt."Anfangs hatten wir für das Spiel nur so eine komische Pappe..."

"Anfangs hatten wir für das Spiel nur so eine komische Pappe. Jetzt aber ist es richtig toll geworden", ist der zehnjährige Laurent rundum zufrieden. Während der Beschäftigung mit der Stadtgeschichte hat ihn vor allem eines beeidruckt: "Ich wusste nicht, dass die Stadt früher mal so klein war."

Großes Lob zollte Stadtarchivar Johannes Materna allen Beteiligten. Mit dem Arbeitskreis für Stadtgeschichte half er bei dem spielbegleitenden Reiseführer durch die Castroper Altstadt: "Das Spiel ist nahezu professionell gestaltet." Wer kennt die Stadt aus dem Effeff?Man muss sich schon ganz gut auskennen in der Altstadt, um bei dem Würfelspiel der Viertklässler der Grundschule am Grünen Weg gewinnen zu können. „Wo stand früher das Bennertor?“ oder „Wann wurde die Zeche Erin geschlossen?“ lauten zwei der vielen Fragen, die es zwischen Start und Ziel zu beantworten gilt. Außerdem warten auf die Mitspieler auch noch Ereignisfelder mit speziellen Aufgaben. „Du bist am Reiterbrunnen angekommen. Nimm einen Mitspieler auf Huckepack und ‚reite‘ mit ihm eine Runde um den Tisch!“ heißt es da zu Beispiel. Bestechend ist die Gestaltung des Spielplans, auf dem die Püppchen bewegt werden. Hierzu haben die Kinder selbst einige Zeichnungen gemacht – etwa vom Erin-Turm oder vom Jüdischen Friedhof. Außergewöhnlich talentiert ist vor allem der zehnjährige Fatih Akyüz, der unglaublich detailgetreue Ansichten von der Lambertuskirche und vom Reiterbrunnen zu Papier brachte. „Ich habe schon mit fünf Jahren viel gezeichnet“, sagt er. Mindestens zwei Spieler ab sieben Jahren sind notwendig, um mit der „Altstadt-Rallye“ beginnen zu können. Jan Posse würde gern mit seinem Opa spielen. „Vielleicht schenken wir ihm ein Spiel, denn er hat für uns die Karten gedruckt“, so der Zehnjährige.

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