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Am Schulhof entzündet sich Parteienstreit

DEININGHAUSEN Sozialarbeit wird in Deininghausen groß geschrieben, der Ortsteil wird bekanntlich im Rahmen des Landesprojekts Soziale Stadt unterstützt. Letzten Endes bot die Teilnahme an diesem Projekt auch die Möglichkeit, den seit langem maroden Schulhof der Grundschule Deininghausen zu sanieren.

12.12.2007

„Wie aber“, so fragte CDU-Politiker Josef Berkel im Rat, „passt das zusammen? Warum wird eine Baumaßnahme durch ein Sozialprojekt finanziert?“ Die Erste Beigeordnete Petra Glöß erläuterte, dass unter Beteiligung des Städtebauministeriums im Rahmen des Projekts „Soziale Stadt“ auch Investitionen gefördert würden. „Und als wichtige Investition in Deininghausen galt immer der Schulhof“, so Petra Glöß.Soziale Projekte nicht betroffen  Gegenüber den Ruhr Nachrihcten versicherte die hohe Verwaltungsbeamtin, dass durch die bauliche Maßnahme die sozialen Projekte in Deininghausen (Umgestaltung des „Bummelzuges“ in eine Begegnungsstätte, Stadtteilbüroarbeit) nicht betroffen seien. Während sie einräumte, dass die Förderstruktur inzwischen sehr kompliziert geworden sei, übt die SPD scharfe Kritik an Josef Berkel.„Die Anfrage, die von der CDU gestellt wurde, ist für die SPD Deininghausen doch sehr erschreckend“, meint der Ortsvereinsvorsitzende Hans-Jürgen Noll. Sie zeuge von einem Desinteresse an Deininghausen. In Nolls Presseerklärung heißt es: „Anträge, die die SPD Deininghausen gestellt hat, wo Gespräche vom Verein ‚Bürger für Deininghausen‘ mit der Stadt geführt wurden, wo auch immer die CDU zu eingeladen war, glänzte man immer durch Abwesenheit, sonst hätte man gewusst, dass vom Land im Rahmen der Sozialen Stadt 80 % als Fördermittel zu Verfügung gestellt wurden.“

"Bürger für Deininghausen" unterstützen SPD

Unterstützt wird Noll von Dieter Mertens, dem Vorsitzenden der „Bürger für Deininghausen“. Auch der schüttelt den Kopf und stellt fest, dass die CDU doch alle Maßnahmen begleitet und mit beschlossen habe. Berkels Anfrage mag dazu herausgefordert haben, die seit dem Tod von Heribert Klinke in Deininghausen kaum präsente CDU anzuprangern. Intern weiß man aber in der SPD, dass die Finanzierung der Schulhofsanierung über die „Soziale Stadt“ in der Tat eine Krücke ist, mit der die Verwaltung Versäumnisse der Vergangenheit ausbügeln konnte. 

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