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Bei Betreuung klotzen statt kleckern

CASTROP-RAUXEL Bei der Versorgung von Kindergartenplätzen für Mädchen und Jungen unter drei Jahren will die Stadt auch weiterhin klotzen statt kleckern (RN berichteten bereits). Ab dem neuen Kindergartenjahr im Sommer wird es statt 133 Plätzen dann 240 Plätze für die ganz Kleinen geben. Vorausgesetzt die Politik spielt mit.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 15.01.2008

Denn die qualitative Verbesserung in den Einrichtungen in unserer Stadt erfordert einen gehörigen finanziellen Aufwand.Mehrkosten von 570.000 Euro

Wie Bürgermeister Johannes Beisenherz gestern bei einem Pressegespräch erklärte, würde die Verteuerung im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf durchaus in Kauf genommen. Mehrkosten von 570 000 Euro, rechnete die Erste Beigeordnete Petra Glöß vor, kommen auf die Stadt zu. Dafür sei es aber auch möglich, exakt die Plätze anzubieten, die in einer Elternabfrage gewünscht worden waren. 489 Plätze sollen ab Sommer in Tagesgruppenform angeboten werden, 95 Plätze mehr als bislang, wodurch immerhin 25 Prozent der Kinder zwischen drei und sechs versorgt werden können. Das neue Angebot, das die Verwaltung innerhalb von sechs Wochen mit den anderen Trägern festzurrte, erfordert insgesamt ein Finanzvolumen von rund 11,4 Mio. Euro. Damit ist das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) als Nachfolger des Gesetzes für Tageseinrichtungen für Kinder (GTK) um 1,7 Mio. Euro teurer."Das Land wäre da stärker in der Pflicht..."

Die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Eva Steininger-Bludau: "Das Land wäre da stärker in der Pflicht, aber der finanzielle Kraftakt liegt bei den Kommunen." Die konfessionellen Träger würden durch KiBiz deutlich entlastet, betonte Glöß. Im Februar stehen Verhandlungen über die städtischen Finanzspritzen an die konfessionellen Träger an, bislang finanziert die Kommune die Trägeranteile für 20 Gruppen mit rund 400 000 Euro im Jahr mit.

Gruppenschließungen, wie sie beispielsweise im Bistum Essen anstehen, sind dank KiBiz und der Umwandlung in altersgemischte Gruppen in unserer Stadt nicht vorgesehen. Der Jugendhilfeausschuss befasst sich in seiner nächsten Sitzung am 30. Januar mit dem konkreten Ausbauplan.

 

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