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Beisenherz erstattet Strafanzeige gegen Anti-Moschee-Gruppierung

CASTROP-RAUXEL Bürgermeister Johannes Beisenherz (SPD) hat gegen die Anti-Moscheebau-Gruppierung in Castrop-Rauxel Strafanzeige erstattet. Ihm sei derart gedroht worden, dass dies strafrechtliche Relevanz habe.

von Von Peter Wulle

, 06.03.2008
Beisenherz erstattet Strafanzeige gegen Anti-Moschee-Gruppierung

Die Diskussion um den Moscheebau in Castrop-Rauxel spitzt sich weiter zu.

„Ich habe Mails erhalten, die mich erschüttert haben“, berichtet Beisenherz. Ihm sei derart gedroht worden, dass dies strafrechtliche Relevanz habe. „Ich kann nur davor warnen, dieser Gruppierung hinterher zu laufen“, so Beisenherz.Wichtig, Ängste ernst zu nehmen So wichtig es sei, die in der Bevölkerung bestehenden Ängste gegenüber dem Islam ernst zu nehmen und zu bearbeiten, so wenig sei die Gruppierung, die sich offiziell „WIR Bürgerinitiative für Aufklärung statt Verschleierung“ nennt, an wirklicher Aufklärung interessiert. Der Gruppierung gehe es nicht um einen Dialog, sondern um Diffamierung, meint der Bürgermeister. Wie gewünscht hat Johannes Beisenherz zuletzt den an ihn gerichteten Fragebogen der Gruppierung (wir berichteten) „soweit es mir möglich war“ beantwortet. In der Rückmeldung, die er erhielt, wurde er aufgefordert, alle Fragen zu beantworten und sich „schützend vor die Bevölkerung“ zu stellen. „Außerdem wurde mir geschrieben, dass man mit den türkischen DiTiB-Gemeinde nicht reden wolle. Das Nein dazu wurde in Großbuchstaben hervorgehoben“, berichtet der Bürgermeister. Dies mache deutlich, dass diese Moscheebau-Gegner an einem Dialog nicht interessiert seien. „Aufklärung verstehen sie so“, sagt Beisenherz, „dass sie aufklären wollen.“Dienstaufsichtsbeschwerde Mit welchem Eifer dieses Ziel verfolgt wird, dafür steht auch, dass gegen den Bürgermeister eine Dienstaufsichtsbeschwerde erhoben wurde. Moniert wird, dass der Moscheebeirat unter Vorsitz des Bürgermeisters nicht öffentlich tage. „Das ist falsch“, entgegnet Beisenherz: „Der Beirat war immer für die Presse öffentlich. Außerdem handelt sich nicht um einen Beirat nach der Gemeindeordnung, sondern um einen Zusammenschluss für eine dialogische Auseinandersetzung. Ich bin da nur der Moderator. Eine Dienstaufsichtsbeschwerde ist absurd und dient nur als Instrument, um mich und die Muslime zu diffamieren.“  

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