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Bessere Versorgung für Krebspatienten

04.12.2007

Castrop-Rauxel Um Krebspatienten besser und breiter vor Ort helfen zu können, verstärkt das St.-Rochus-Krankenhaus seine Zusammenarbeit mit dem Marienhospital in Herne.

"Bisher gab es im Rochus nur onkologische Behandlungen von Brustkrebs in der Gynäkologie", veranschaulicht Dr. Michael Glaßmeyer, ärztlicher Direktor. Das soll sich nun ab sofort durch die Nutzung vorhandener und gewachsener Strukturen ändern. So verwies das Rochus seine Krebspatienten bisher größtenteils an das Marienkrankenhaus, das über ein onkologisches Versorgungszentrum verfügt und pro Jahr 1500 bis 1800 Patienten stationär und 2000 bis 2400 ambulant behandelt. "Rund ein Viertel sind Castrop-Rauxeler", schätzt Dr. Dirk Strumberg, kommissarischer Direktor der Onkologie. Diesen Patienten solle auf Dauer der Weg in die Nachbarstadt erspart werden. "Schließlich sind die Betroffenen zumeist älter und schwer krank", verdeutlicht Strumberg.

Tumorkonferenzen

In der Europastadt bietet das Marienhospital bereits seit Anfang Oktober freitagsnachmittags in der Praxis von Dr. Wolfgang Hellwig eine onkologische Sprechstunde an. Nun sollen auch stationäre Patienten des Rochus-Hospitals profitieren. So soll in einem ersten Schritt die Hämatologin und Onkologin Dr. Ute Sendler konsiliarisch zur Verfügung stehen und Patienten untersuchen und beraten.

In einem zweiten Schritt sollen ab Januar ein- bis zweimal wöchentlich Tumorkonferenzen eingerichtet werden, an denen Ärzte verschiedener Fachrichtungen teilnehmen, um über einzelne Patienten zu diskutierten. "Dabei wollen wir natürlich die niedergelassenen Ärzte ins Boot holen, denn sie kennen ihre Patienten über Jahre und können sie in der Konferenz vorstellen", kündigt Dr. Michael Glaßmeyer an. Keinesfalls wolle man die Konkurrenz untereinander erhöhen. "Daher haben wir das Ärztenetzwerk vorab über die Kooperation informiert", so Glaßmeyer.

Behandlungen von Krebspatienten sollen später in einem dritten Schritt im Rochus durchgeführt werden. "Wann, das wissen wir noch nicht. Schließlich wollen wir nicht alle drei Schritte auf einmal machen. Geben Sie uns ein Jahr Zeit, dann sind wir schon weiter", meint Thomas Tiemann, Rochus-Geschäftsführer. jug

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