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Bitte sorgsam behandeln

ICKERN Buchdeckel öffnen, stempeln, Buchdeckel schließen - Friederike Seeger arbeitet im Akkord, hievt Lehrwerke von einem Tisch auf den anderen, bereitet voller Elan das neue Schuljahr vor. RN-Redakteurin Julia Grunschel hat die Schulbuchverwalterin besucht.

von Von Julia Grunschel

, 02.08.2007

 

Die Lehrerin an der Franz-Hillebrand-Hauptschule liebt Bücher. Als ihr Vorgänger vor zwei Jahren in den Ruhestand gegangen ist, hat sie den Posten der Schulbuchverwalterin nur zu gern übernommen.

Auf dem Tisch für die fünfte Klasse stapeln sich die Bücher in sieben Haufen. Von jedem Titel gibt es 22 Stück - so viele Schüler starten am Montag in Ickern neu. Atlas, Geschichts-, Bio- oder Englischbuch - jedes einzelne hat Friederike Seeger mit Stempeln versehen: "Dieses Buch ist Eigentum der Franz-Hillebrand-Hauptschule. Es ist pfleglich zu behandeln, bei Beschädigung oder Verlust ist es zu ersetzen." Kein Zweifel, das ist mehr als eine klare Ansage. "Den Stempel habe ich vor zwei Jahren eingeführt und gemerkt, dass es funktioniert. Die Schüler gehen sorgsamer mit den Büchern um", sagt Friederike Seeger.

5000 Euro für Bücher

Die wenigsten Bücher sind nigelnagelneu. Anschaffungen für 5000 Euro hat es in diesem Jahr gegeben. Rund 900 Euro allein für "Biologie 3" - das Fachbuch, mit dem die Neunt- und Zehnklässler arbeiten. "Die Anschaffung musste sein, in der Genetik hat sich viel getan", so die Lehrerin. Viel tut sich auch immer in Englisch und Deutsch. "Die Bücher sollen nah am Schüler sein", kommentiert Friederike Seeger.

Weil sie "ihre" Bücher liebt, hat sie sich noch eine Regel ausgedacht. Schüler, die nach zwei Wochen noch immer keinen Schutzumschlag für die Leihgaben haben, müssen sie zurück geben.

"Auch das hat sich bewährt", lobt Konrektorin Christiane Harder (Foto). Viele Lehrer hätten die Handhabung übernommen. Auch für die Konrektorin sind die Ferien vorbei. Die Stundenpläne des Kollegiums beschäftigen sie schon ein paar Tage lang. Genauer gesagt Wochen.

Erste Konferenz

Denn schon vor den Sommerferien fragt die Konrektorin die Wünsche der Kollegen ab. "Zunächst gibt es Verteilungspläne. Das heißt, jeder erfährt schon einmal, in welcher Klasse er unterrichtet", so Christiane Harder. Zum Gesamtwerk hat sich der Stundenplan am Dienstag nach der dritten Änderung zusammen gefügt. Das Kollegium darf erst heute einen Blick darauf werfen: In der ersten Konferenz des Schuljahres.

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