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Blutspender sind immer willkommen

DRK auf dem Marktplatz

CASTROP-RAUXEL Blut ist ein knappes Gut. Aber ein gefragtes, können mithilfe von Blutkonserven doch viele Leben gerettet werden. Um den notwendigen Nachschub zu gewährleisten, ist das große Blutspendemobil des DRK-Blutspendedienstes West mit Sitz in Hagen fast täglich im Regierungsbezirk Arnsberg unterwegs. Am Dienstag stand es auf dem Marktplatz in der Castroper Altstadt.

von Von Gabriele Regener

, 06.04.2010

"Das Alter für Erstspender wurde ab 1. Januar 2010 auf 68 Jahre heraufgesetzt", erklärt Karola Goldstein, die vor dem Blutspendemobil Informationen verteilt und Passanten als Spender gewinnen will. Mit Erfolg. "Wir haben festgestellt, dass schon mehr ältere Menschen zum ersten Mal Blut spenden", berichtet Jeanette Czudaj, Rettungs-Assistentin und Helferin an Bord.

Wie wichtig das ist, erklärt Teamleiterin Carola Lachmann: "Viele Spender sind Stammspender, kommen seit vielen Jahren", sagt sie. Doch diese Freiwilligen werden immer älter. Das Blut knapper. Deshalb wurde einmal das Alter für Erstpender heraufgesetzt, zum anderen wird verstärkt bei jungen Leuten für die Blutspende geworben. Mit dem Infoheft "Abenteuer Blutspende" zum Beispiel.

Da erfährt man nicht nur, wie vielseitig der Einsatz der so genannten Vollblutspende ist, wie viele Menschen zu welcher Blutgruppe gehören und wie eine Blutspende abläuft, sondern auch, dass man u.a. kein frisches Piercing oder Tattoo haben darf. Auch wer kurz zuvor im Ausland war, darf nicht spenden.

 Auf Erstspenderin Sevegi Tufan trifft das nicht zu. Sie hat den Fragebogen ausgefüllt und mit der betreuenden Ärztin gesprochen. Ihr werden nun 500 Milliliter bzw. 528 Gramm Blut abgenommen, zusätzlich eine Probe, die im Labor ausgewertet wird. Wichtig, um eventuelle unerkannte Erkrankungen auszuschließen und die Blutgruppe zu bestimmen.

Eine halbe Stunde dauert das Prozedere insgesamt. Zur Stärkung gibt es Kaffee, Cola oder Mineralwasser und einen Fünf-Euro-Gutschein. Den können die Spender ganz in der Nähe gegen eine asiatische Mahlzeit oder beim Bäcker in Nahrung umsetzen. 36 Spender hatten sich beim Termin am 31. März eingefunden. Carola Lachmann hoffte gestern trotz der Ferienzeit auf eine ebenso gute Beteiligung. Wer mit seinem Blut helfen will, Leben zu retten, hat am 30. April die nächste Chance. Dann steht das Blutspendemobil wieder auf dem Castroper Marktplatz. Reg