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Casino-Überfall: Rentner hatte 46.000 Euro dabei

Opfer aus Castrop-Rauxel

Eigentlich war es ein guter Tag für den 76-jährigen Rentner aus Castrop-Rauxel. Als er am 25. Juli 2007 die Spielbank Hohensyburg verließ, hatte er 46.000 Euro in der Tasche. Doch dann geschah das Schreckliche: Der arglose Rentner wurde auf dem Parkplatz überfallen.

CASTROP-RAUXEL

von Von Jörn Hartwich

, 31.01.2008

Seit gestern beschäftigt dieser Fall das Dortmunder Schwurgericht. Auf der Anklagebank sitzt ein 37-jähriger Mann aus dem Sauerland. Er soll dem Senior damals bis auf den Parkplatz gefolgt sein und ihn dort mit einem Messer schwer verletzt haben. Die Anklage: versuchter Raubmord.

6 000 Euro gewonnen Die Ermittler gehen davon aus, dass der Angeklagte mit im Casino war und dort gesehen hat, dass der Rentner auf der Gewinnerstraße war. 40 000 Euro hatte der Castroper mitgebracht, mit 6000 Euro mehr trat er um kurz vor 22 Uhr den Heimweg an. „Ich saß schon in meinem Auto, hatte die Zündung schon an“, sagte der Roulette-Spieler im Zeugenstand.

Doch als er gerade losfahren wollte, habe ein Mann die Tür aufgerissen und gerufen: „Dein Geld!“ Danach sei alles ganz schnell gegangen. Er sei auf den Beifahrersitz gestoßen und mit einem Messer gestochen worden. Dass der Täter ohne Beute flüchtete, verdankt der Rentner drei Jugendlichen, die den Überfall beobachtet hatten.

Schwer verletzt

Die Verletzungen bemerkte der Rentner zuerst gar nicht. Dabei waren sie verheerend. Ein Stich war in den Hals gegangen, nur zwei Zentimeter an der Hauptschlagader vorbei. Der andere hatte die Lunge getroffen, die teilweise kollabierte. Der Angeklagte hat sich zum Prozessauftakt noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Wie es heißt, hatte er damals Geldsorgen, litt an Depressionen. Die Staatsanwaltschaft geht deshalb schon jetzt von verminderter Schuldfähigkeit aus. Der Prozess wird fortgesetzt.

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