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Chemicals will Werk in China

RAUXEL Neue Märkte bestimmen unabhängig vom neuen Eigentümer, der in etwa einem Monat feststehen soll, die Geschäftspolitik der Rütgers Chemicals GmbH. China lockt.

von Von Peter Wulle

, 03.10.2007
Chemicals will Werk in China

Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Alfred Oberholz.

"Go east" heißt das Unternehmensmotto an der Kekuléstraße (wir berichteten bereits). Mit Hochdruck wird jetzt eine Minderheitsbeteiligung beim gemeinsamen Aufbau einer Steinkohlenteerraffinerie in Huaibei geplant.

Bei dem Joint Venture ist eine maximal 49-prozentige Beteiligung möglich. Ein Memorandum über eine Verständigung beider Seiten ist bereits unterzeichnet, eine chinesische Delegation war in Rauxel zu Besuch.

"Papst der Teerchemie"

China war mit einem Zuwachs von 68,5 Prozent in den Jahren 2003 bis 2006 der weltweit stärkste Produzent von Aluminium, für dessen Herstellung aus der Teerverarbeitung gewonnene Peche benötigt werden. Der Name Rütgers Chemicals steht auf diesem Feld auch in China für Qualität. "Wir gelten als Papst der Teerchemie", sagt Rütgers-Chef Dr. Heinz Rzehak und ist überzeugt, dass die Rütgers Chemicals ein großes Zukunftspotenzial hat. Dies vor allem aus folgendem Grund: "Weil unser Unternehmen unter anderem am Wachstum des weltweit prosperierenden Aluminiummarktes teilnimmt." China sei ein Markt, verdeutlicht Firmensprecher Dr. Detlef Markmann in diesem Zusammenhang die Größenordnung, in den Rütgers zehn Mal hineinpassen würde.

Konkurrenz

Noch, so verdeutlicht der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Alfred Oberholz (Foto), sei die deutsche Chemie der wichtigste Lieferant von forschungsintensiven Vorprodukten für viele Industriezweige: "Aber die Konkurrenz aus Asien, allen voran China und Indien, schläft nicht und ist uns auf den Fersen."

Für die Rütgers Chemicals bedeutet dies zweierlei: man will direkt in den Wachstumsmärkten China, Indien und auch Russland mitmischen und appelliert daran, größten Wert auf das Bildungsniveau in Deutschland zu legen.

"Wenn wir von Deutschlands Zukunft sprechen, dann machen vor allem Innovationen das Land wettbewerbsfähig", meint Dr. Oberholz vor dem Hintergrund, dass China bis zum Jahr 2020 zu den High-Tech-Nationen gehören wolle und schon heute ein "enormes Potenzial" an Wissenschaftlern besitze. pwu

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