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Das Stadtbild geprägt

CASTROP-RAUXEL "Wenn wir das gewollt hätten, wären auch 500 Leute gekommen", sagte Stadtverbandsvorsitzender Frank Schwabe und unterstrich damit die große Wertschätzung von Hans Ettrich. Bei der Ehrung für sein Lebenswerk und 50 Jahre Parteimitgliedschaft gab es jede Menge Lob für den Alt-Bürgermeister.

von Von Peter Wulle

, 17.08.2007
Das Stadtbild geprägt

<p>Glückwunsch "lieber Hans"! Bürgermeister Johannes Beisenherz (l.) und SPD-Chef Frank Schwabe gratulierten Ehrenbürger Hans Ettrich zum 75. Geburtstag und zu 50 Jahren in der SPD. ATH</p>

So waren es 150 geladene Gäste, die am Donnerstagabend zum SPD-Empfang zu Ehren des Ex-Bürgermeisters und -Landrats ins Dieze gekommen waren.

Zwei Tage nach seinem 75. Geburtstag ehrten die Sozialdemokraten ihren langjährigen Vorsitzenden.

Während Ettrich selbst "bloß keine Jubelarie auf seine Person wollte", mochte die SPD nicht auf einen wenigstens kurzen Lobgesang "für einen ganz großen Castrop-Rauxeler" verzichten. Über Jahrzehnte, so Parteichef und Bundestagsabgeordneter Frank Schwabe, habe Hans Ettrich das Bild von Castrop-Rauxel geprägt.

38 Jahre im Rat

"Das Mittel dazu war die GeWo", erinnerte Schwabe und bezeichnete den von CDU und SPD in der Nach-Ettrich-Ära gleichermaßen beschlossenen Verkauf der städtischen Wohnungsbaugesellschaft einmal mehr als politischen Fehler.

Bis 2004 war Hans Ettrich 38 Jahre lang Mitglied des Stadtrats. Bis 1999 war in Doppelfunktion jahrelang als Bürgermeister und Landrat tätig. "Er zeichnete sich durch seine Geradlinigkeit aus und war visionär und pragmatisch zugleich", charakterisierte Schwabe den Jubilar.

Ettrich habe ferner immer in der Region und für die Region gedacht. Zurecht habe er sich deshalb den Titel "Mister Emscher-Lippe" erworben. Schwabe erinnerte auch daran, dass Ettrich als Bürgermeister von Castrop-Rauxel großen Wert auch einen besonderen Bezug zu Dortmund gelegt hat: "Der enge Schulterschluss mit dieser Nachbarstadt war dir immer wichtig."

"Ettermann" und "Brüggerich"

Der Stadtverbandsvorsitzende erinnerte auch an Ettrichs gute freundschaftlichen Kontakte zu Bundespolitikern wie Horst Ehmke oder dem damaligen NRW-Ministerpräsidenten Johannes Rau. Zum Wohl der Stadt habe Ettrich aber auch ein gutes Verhältnis zur hiesigen CDU gepflegt. Nicht umsonst sei eine Zeit lang von "Ettermann" und "Brüggerich" gesprochen worden. Heinrich Brüggemann war jener CDU-Chef, mit dem sich Hans Ettrich besonders gut verstand.

Zu seinen Ehren waren denn auch mehrere CDU-Ratsmitglieder zu dem SPD-Empfang ins Dieze gekommen. Besondere Ehrengäste waren außerdem Landrat Jochen Welt, Ex-Stadtdirektor Walter Stach oder Staatsminister a.D. Dr. Christoph Zöpel. Regierungspräsident Jörg Twenhöven (CDU) wäre auch gern gekommen, war aber verhindert.

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