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Delfin: Förderung für 95 Kinder

CASTROP-RAUXEL Zwar liegt Castrop-Rauxel bei der Sprachstandsfeststellung der Vierjährigen deutlich unter dem Landesdurchschnitt, Grund zum Frohlocken ist das gleichwohl nicht. Dazu gibt's doch deutliche Kritik an den Modalitäten.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 27.08.2007

Wie die städtische Fachberaterin Claudia Wimber am Donnerstagabend im Jugendhilfeausschuss berichtete, liegt die Quote der insgesamt 788 getesteten Kinder, die Sprachförderung bekommen sollen, bei 12,1 Prozent. Landesweit sind immerhin 19 Prozent der Vierjährigen betroffen (wir berichteten). Nach dem ersten Delfin-Durchgang hatte es noch weitaus düsterer ausgesehen, als 45 Prozent der Castrop-Rauxeler Vierjährigen zur Stufe II gebeten werden mussten.

340 Euro pro Kind

Von 95 Kindern, die jetzt in unserer Stadt weitere Sprachförderung bekommen sollen, sind 94 bereits angemeldet, die Anträge auf Bezuschussung seien unterwegs, so Wimber. Wie die von der schwarz-gelben Landesregierung initiierte "neue" Sprachförderung allerdings konkret umgesetzt wird, ist noch nicht raus. Das Schulamt für den Kreis hat dazu weitere Info-Gespräche angekündigt.

Rein finanziell bekommt Castrop-Rauxel einen Zuschuss von 32 000 Euro, 340 Euro pro Kind für 200 Stunden Förderung im Jahr. Dies über die seit vielen Jahren geübte breite Sprachförderung besonders in den städtischen Tageseinrichtungen hinaus, wie Jugendamtsleiter Volker Hilgenstock erklärte.

Kritik an Delfin

Grundsätzliche Kritik an Delfin kam von Elisabeth Weyen, der Fachberaterin für die Kindergärten in evangelischer Trägerschaft. Sicher seien nicht alle Kinder erfasst worden, die Förderung bräuchten, betonte Weyen, das sähen auch die Erzieherinnen so. Kinder, die z.B. den ersten Teil des Tests bestanden, aber bei den anderen versagt hätten, kämen nicht in die Förderung. Laut der Ersten Beigeordneten Petra Glöß habe das Schulministerium in Düsseldorf angekündigt, die Tests zu überarbeiten.

Für Georg Wegner (Grüne) spiegelt sich im Delfin-Ergebnis die sozialräumliche Problematik wider. Wegner: "Der Zusammenhang zwischen materieller Armut und Bildungsarmut". In Deininghausen, Merklinde und Habinghorst müssen überdurchschnittlich viele Kinder in die Förderung.

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