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Diskussion um Fußweg in Baustelle - Gefährlich oder "optimal"?

Am Rhein-Herne-Kanal

HENRICHENBURG Die Bauarbeiten für das neue Wasserkreuz von Emscher und Rhein-Herne-Kanal haben Henrichenburg erreicht. Am provisorischen Fußweg, der vom Ortskern zur Wartburginsel führt, scheiden sich derzeit die Geister. „Unmöglich!“, schimpfen viele Bürger. „Alles sicher“, sagen Polizei und Ordnungsamt.

von Von Christian Püls

, 06.04.2010

„Ich fühle mich sehr unwohl, wenn ich hier lang gehe. Es kann ja immer einer um die Ecke kommen“, sagt Susanne Klose und meint damit die Nähe zum fließenden Fahrzeugverkehr im Kreuzungsbereich Wartburg-/Freiheitstraße. Zwar trennen Baken mit Plastik-Beplankung den Fußweg von der Fahrbahn ab – ein Auto aufhalten können sie jedoch nicht.

Wilfried Ordelheide, Erster Polizeihauptkommissar, meint hingegen: „Ich halte das für sehr sicher. Die Fußgänger müssen nicht auf der Fahrbahn laufen. Das Hindernis ist sehr gut sichtbar.“ Er habe den Bereich mit dem zuständigen Ordnungsamtsmitarbeiter Achim Waldert in Augeschein genommen und eine „optimale Lösung“ vorgefunden. Für weiteren Unmut sorgt, dass die schmale Fahrbahn durch den provisorischen Fußweg weiter verengt wird. Zudem fehlt die Markierung der Linksabbiegerspur großteils. Die Befürchtungen der Fußgänger und Anwohner, dass Fahrzeuge – beim Versuch einem anderen Verkehrsteilnehmer auszuweichen– auf dem Gehweg landen könnten, sind also keinesfalls abwegig. „Wenn sich die Kraftfahrzeugführer an das Tempolimit halten, ist alles in Ordnung“, sagt Ordelheide. Die Fahrbahn-Markierung werde aber mit gelber Farbe erneuert.

Peter Hof zum Berge, Betreiber eines Sportcenters an der Industriestraße, hält es hingegen für unsinnig, dass die Abbiegerspur auf der schmaleren Straße bleibt. „Wenn es dort nur zwei Spuren gäbe, wäre mehr Platz auf der Straße. Außerdem müssten die nachfolgenden Autos stoppen, wenn ein Linksabbieger warten muss. Der Verkehr würde runtergebremst“, erläutert Hof zum Berge seinen alternativen Vorschlag. Er sieht an der Baustelle vor allem Schulklassen, die sein Sportcenter besuchen, gefährdet – durch zu schnell fahrende PKW. Grund für die Errichtung des provisorischen Fußwegs ist die Großbaustelle zur Verbreiterung des Rhein-Herne-Kanals. Dafür wird auch die Brücke an der Wartburgstraße ausgetauscht, was zu weiteren Verkehrsbehinderungen führen wird.

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