Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

FWI hält Abholzaktion für die "Parkautobahn" für Wahnsinn

A 42

CASTROP-RAUXEL Die FWI redet Klartext: Die riesige Abholzaktion sei "Wahnsinn". Das findet zumindest der Fraktionschef der Partei, Manfred Postel. Die FWI nutzt die am 7. April in unserer Zeitung veröffentlichte Geschichte vom städtischen Baumexperten Antonius Mertenskötter über die „Parkautobahn“ um noch einmal auf ihre Sicht der Dinge zu diesem Projekt hinzuweisen.

von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 09.04.2010
FWI hält Abholzaktion für die "Parkautobahn" für Wahnsinn

Rote Pfosten markieren die Mammutbäume. Foto RN-Foto Archiv

Der Fraktionschef der Freien Wähler Initiative, Manfred Postel, schüttelt über die riesige Abholzaktion nur den Kopf. „Wahnsinn“, sagt Postel. Und bezieht in diese Wertung besonders das „Eingangstor“ für die „Parkautobahn“ am Autobahnkreuz von A 42 und A 2 sowie die „Tankstelle“ in Bladenhorst an der A 42 mit ein. „Richtung Bladenhorst sind jetzt auch ungezählte Bäume gefallen“, erklärt Postel. Dass der freie Blick etwa auf das Knepper-Kraftwerk vom Autobahnkreuz aus attraktiv sein soll, kann er gar nicht nachvollziehen.

Auf der Internet-Seite der FWI spricht Ratsmitglied Hermann-Josef Bohle von einer „Verschwörung der ‚Kahlschläger‘“. Und zählt neben den Arbeiten für den „Ohrenpark“ am BAB-Kreuz Castrop-Rauxel-Ost die Abholzaktionen für die neue Stromtrasse für das E.ON-Kraftwerk, die „Holzerei“ für das Emscherüberlaufbecken und die Pläne für die B 474n auf.

Bohle: „Sie müssen sich abgesprochen haben in der Absicht, den Menschen in Ickern nördlich der Autobahn den größtmöglichen Schaden zuzufügen und ihre Erholungsmöglichkeiten weitgehend zu torpedieren.“ Der „Klartext“ der FWI ist verlinkt mit Darstellungen zur „Parkautobahn“.

Der Chef des städtischen Bereichs Stadtgrün und Friedhofswesen, Klaus Breuer, ist sich sicher, dass die Wahl für den Mammutbaum, der die „Parkautobahn“ zieren soll, nicht von Baum-Experten getroffen worden sein kann. „Ökologisch bringt das nichts“, erklärt Breuer. Bei der künftigen Gestaltung ist er skeptisch: „Grün vor Grün zu setzen, bringt nichts. Das nimmt kein Mensch wahr.“ Anders sehe das bei einem farblichen Kontrast aus. Ökologisch allemal sinnvoller als die Mammutbäume sei sogar immergrüne Bepflanzung. Weil sie mehr Feinstaub schlucken könnte. Und als neuer Aspekt im Winter gestalterisch sinnvoller gewesen wäre.