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Filetstück zwischen A42 und B235 soll planbar gemacht werden

Xscape-Fläche

Einen Handwerkerpark wird es auf der ehemaligen Xscape-Fläche nicht geben. Jedenfalls ist keiner geplant oder angedacht. Aufgenommen werden soll sie in den Flächennutzungsplan dennoch.

Castrop-Rauxel

, 29.06.2018
Filetstück zwischen A42 und B235 soll planbar gemacht werden

Die sogenannte Xscape-Fläche mit Blick vom Grutholz in Richtung Rathaus/Europahalle. Links verbirgt sich hinter den Büschen die A42, vorn liegt die B235, rechts die Grutholzallee. Hier soll die Stadt planen dürfen. © Thomas Schroeter

Was soll mit der ehemaligen Xscape-Fläche passieren? So genau weiß das zurzeit keiner, aber für SPD und CDU ist klar: Man will die Fläche zwischen A42, B 235, Grutholzallee und Klöppersberg vom Regionalverband Ruhr als Siedlungsbereich ausweisen lassen.

Ein entsprechender Antrag beider Fraktionen kam am Donnerstag im Bauausschuss zur Abstimmung. Allerdings nicht ohne Anpassungen. Die Ursprungsform stieß auf Widerstand. Für eine Nutzung als Gewerbe- oder Handwerkerpark gebe es an anderer Stelle Platz zur Genüge, etwa auf Graf Schwerin, so Udo Weber von den Grünen. Für ein nachhaltiges Siedlungsprojekt könnten die Grünen sich begeistern lassen, nicht jedoch für einen derartigen Vorschlag.

Handwerkerpark vom Tisch

Um die Einrichtung eines Handwerkerparks mit emittierendem Gewerbe gehe es auch nicht, erläuterte Ausschussvorsitzender Oliver Lind. „Dieses Filetstück von Fläche sollte aber für die Verwaltung planbar gemacht werden.“ Der entsprechende Passus, in dem die Verwaltung mit der Planung einer Gewerbefläche an der B235 beauftragt werden sollte, wurde vor der Abstimmung aus dem Antrag gestrichen. „Die Verwaltung sollte hier einfach nur möglichst viel freien Spielraum bei der Planung haben. Eine Industrieansiedlung auf der Fläche soll es nicht geben“, sagt Daniel Molloisch, Fraktionsvorsitzender der SPD. Das wäre, so Molloisch, aufgrund des Emissionsschutzgesetzes wohl auch gar nicht erlaubt.

„Diese Planungsfläche soll in kommunale Hand zurückgeholt werden, auch für den Fall einer Sonderinvestition“, sagt der technische Beigeordnete Heiko Dobrindt. Denn für derartige Unternehmungen bereitgestellte Mittel stünden nicht ewig zur Verfügung. „Da müssen wir dann auch mal kurzfristiger reagieren können“, so Dobrindt weiter.

Nicht im RVR-Plan

Eine Möglichkeit, die durch die momentane Ausweisung im Regionalplan des RVR nicht möglich ist. Denn das Gebiet wird dort gar nicht aufgeführt. Es darf aktuell also von der Stadt überhaupt nichts dort geplant werden. Aus Sicht eines Stadtentwicklers ein ungünstiges Szenario.

Den Ausschussmitgliedern Udo Weber und Ingo Boxhammer (Die Linke) genügten diese Ausführungen nicht. Sie sehen in dem Antrag einen Versuch, durch die Hintertür eben doch eine weitere Gewerbefläche in die Stadt zu holen. An der Annahme des Antrags durch die restlichen Ausschussmitglieder konnte das aber nichts ändern.

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