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Gefundenes Handy verkauft

Geldstrafe

CASTROP-RAUXEL Das war wahrlich kein guter Deal. Weil er ein gefundenes Handy in einem Ickerner An- und Verkaufsladen für zehn Euro verkaufte, brummte der Amtsrichter einem 38-Jährigen eine Geldstrafe auf: 400 Euro. Wegen Unterschlagung.

von von Gabi Regener

, 09.04.2010
Gefundenes Handy verkauft

„Ich weiß nicht einmal, wo ein Fundbüro ist“, antwortete der 38-jährige Angeklagte auf die Frage des Richters, warum er das Mobiltelefon der Marke Nokia, das er im Frühling letzten Jahres angeblich vor dem Gartenzaun gefunden hatte, nicht ordnungsgemäß dort abgegeben habe. So habe er zwar bei zwei Nachbarn nachgehört ob sie ein Handy vermissten, es dann behalten. Bis er ein paar Wochen später nicht einmal Geld für Zigaretten hatte. Mit zwei Handys, dem eigenen und dem Fundhandy, suchte er den An- und Verkaufsladen auf, erhielt 10 Euro pro Handy auf die Hand. Nachdem er unterschrieben hatte, dass es sich um sein Eigentum handele.

In diesem Geschäft entdeckte der rechtmäßige Besitzer das Handy, konnte mit Hilfe der eingeschalteten Polizei, die die Nummern verglich, seine Besitzansprüche nachweisen. Wegen mehrerer Verkehrsdelikte musste der angeklagte mittellose Hartz IV-Empfänger bereits eine Geldstrafe in 50-Euro-Raten abbezahlen. Diese Frist verlängert sich nun um acht Monate.