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Geldstrafe für Schürholt

CASTROP-RAUXEL Das Amtsgericht Landau hat den ehemaligen CDU-Oberbürgermeisterkandidaten und gebürtigen Castrop-Rauxeler Kai Schürholt wegen Titelmissbrauchs zu einer Geldstrafe von 4500 Euro verurteilt.

21.12.2007
Geldstrafe für Schürholt

Der 36-jährige Kai Schürholt.

Damit milderte das Gericht einen Strafbefehl ab, der eine zur Bewährung ausgesetzte Freiheitsstrafe von zwei Monaten vorgesehen hatte. Der 36-Jährige, der das Ernst-Balrach-Gymnasium mit dem Abitur abschloss, hatte zugegeben, sich im Wahlkampf in der rheinland-pfälzischen Kommune zu Unrecht mit einem Doktortitel geschmückt zu haben. Richterin Claudia Steinel sagte, Eitelkeit und Geltungsbewusstsein seien zumindest zeitweise die Triebfedern für Schürholts Verhalten gewesen. Sie sagte aber auch, dass der Schwindel eine "Eigendynamik" bekommen habe.

Selbstläufer

Schürholt hatte sich wie berichtet als Doktor der Theologie ausgegeben, obwohl er seine Promotion noch längst nicht abgeschlossen hatte. In Berlin, wo er als Referent von Abgeordneten und beim Brauerbund arbeitete, sei er in Einladungen als Dr. tituliert worden, schilderte er. Aus Eitelkeit habe er nicht widersprochen. Dann sei das Ganze ein Selbstläufer geworden. 2007 wurde Schürholt CDU-Kandidat für die OB-Wahl in Landau am 2. September. Als sein Name auf einem Flugblatt mit Dr.-Titel versehen wurde, unternahm er wieder nichts.

Als der Schwindel aufzufliegen drohte, erfand Schürholt eine Tumorerkrankung, um aus dem Wahlkampf aussteigen zu können. "Moralisch völlig verwerflich", nannte er das nun selbst.

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