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Geschäfts-Ansiedlungen sollten sich auf die City konzentrieren

Zentrenkonzept

CASTROP-RAUXEL Bei den zentrenrelevanten "Magnet-Geschäften" Konzentration auf die Altstadt - in den Nahversorgungszentren Defizite beseitigen: So lauten auf den Punkt gebracht die Empfehlungen für ein zukunftsfestes Zentren- und Einzelhandelskonzept.

von Von Michael Fritsch

, 28.04.2010
Geschäfts-Ansiedlungen sollten sich auf die City konzentrieren

Rund um den Altstadtmarkt sind die Läden an diesem Sonntag nicht geöffnet.

Andreas Schuder vom Dortmunder Planungsbüro Stadt + Handel stellte die Überlegungen jetzt in Grundzügen im Haupt- und Finanzausschuss mündlich vor, eine schriftliche Fassung ist noch in Arbeit.

443 Betriebe untersucht Die Aussagen und Empfehlungen fußen auf Untersuchungen in sämtlichen 443 Betrieben mit einer Verkaufsfläche von insgesamt 112 460 Quadratmetern sowie auf Interviews in der City. Mit 1,46 Quadratmeter Verkaufsfläche pro Einwohner liegt die Stadt leicht über dem NRW-Schnitt.

Wie Schuder weiter erläuterte, sei der Bedarf an kurzfristigen Verbrauchsgütern zu über 100 Prozent gut mit dem Angebot abgedeckt, der mittelfristige Bedarf jedoch nur zu 59 Prozent. "Da hat die Stadt durchaus Potenzial für Ansiedlungen. Die Frage ist: Gibt es Betreiber, die die fehlenden Güter anbieten wollen?", kommentierte Schuder diesen Befund.

Fakt sei, dass Castrop-Rauxel mit der Altstadt nur noch ein Hauptzentrum besitze, dazu fünf unterschiedlich gut funktionierende Nahversorgungszentren in Habinghorst, Ickern, Rauxel , Henrichenburg und auf Schwerin. Hinzu kämen die zwei Sonderbereiche Siemensstraße und Westring. Habinghorst müsse von einem Nebenzentrum zu einem Nahversorgungszentrum herunter gestuft werden, sagte Schuder.

Warnung vor "Magneten" Er empfahl, die sehr kleinflächigen Läden zusammenzulegen, um bessere Anreize setzen zu können. Schuder warnte eindringlich davor, "Magneten" wie etwa einen großen Sportartikel- und Campinganbieter außerhalb Castrops anzusiedeln: "Sie berauben sich der Synergieeffekte im Zentrum", sagte er.

Als grundlegende Empfehlungen gab Schuder aus:

  • Sorgfältige Prüfung von Ansiedlungsvorhaben, um keine Negativeffekte auszulösen,
  • Konzentration auf Vorhaben in Bereichen mit Nahversorgungsdefiziten. In diesem Zusammenhang wies Schuder noch einmal ausdrücklich auf den "komplett unterversorgten Stadtteil Dorf Rauxel" hin.

Zum Schluss goss Schuder seine Thesen noch einmal konzentriert in fünf generelle Ansiedlungsleitsätze, an denen sich Stadtplaner in Zukunft möglichst orientieren sollten.