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Hoki-Filet oder Entenkeule?

CASTROP-RAUXEL Kartoffelsalat mit Würstchen oder Rouladen mit Rotkohl und Klößen – das schmeckt zu Weihnachten in den eigenen vier Wänden besonders gut. Doch was kommt in der JVA Meisenhof, dem St.-Rochus-Hospital oder dem evangelischen Krankenhaus auf den Tisch?

von Von Julia Grunschel

, 21.12.2007

Von rund 460 Inhaftierten werden wohl nur 200 die Feiertage im Meisenhof verbringen. „Der Rest hat Übernachtungstage angespart und ist zu Hause bei der Familie“, sagt JVA-Leiter Julius Wandelt . Pro Monat stünden den Häftlingen im offenen Vollzug zwei solcher Urlaubstage zu. Da also nicht die komplette Stammbesetzung in Ickern essen wird, können die Mahlzeiten für den Rest ein wenig opulenter als sonst ausfallen.

Rinderhacksteak, Zigeunersauce und Pommes bereitet das Küchenteam Heiligabend zu. Hirschgulasch, Kroketten, Preiselbeeren und Salat gibt‘s am 25. Dezember, einen Tag später Entenkeule, Rotkohl und Knödel. Zwischen Lammhacksteak mit Minzsauce, Zucchini, Salzkartoffeln oder Hühnerfrikassee mit Pilzen und zarten Erbsen können Patienten Heiligabend im Evangelischen Krankenhaus wählen. Die üblichen vegetarischen Menü-Angebote oder Schonkost sowie Suppe und Dessert gibt es an den Feiertagen natürlich auch. Geschmorter Kalbsbraten in Rosmarinsauce mit Butterböhnchen und Mandelbällchen oder schwäbischen Spätzle serviert die Küche am 1. Feiertag.Rätselraten im Evangelischen Krankenhaus Für Gaumenfreuden soll das Creme-Dessert „White Christmas“ sorgen. „Was sich dahinter verbirgt, weiß ich auch nicht genau“, gesteht Verwaltungsdirektor Wilfried Diekmann lachend. Ein bisschen außergewöhnlicher geht‘s am zweiten Feiertag zu: Hoki-Filet à la Meunière mit Hummersauce und Broccoli-Sahne-Timbal steht auf dem Menuplan.

„Hier kommen die Fischesser auf ihre Kosten“, übersetzt Wilfried Diekmann. Für alle anderen gibt es Schweinefilet-Medaillons mit Champignons, einer Gemüsemischung und Butterkartoffeln. Zurzeit ist das EvK mit 300 Patienten noch voll belegt. „Das ändert sich aber bis Heiligabend noch“, kündigt der Verwaltungsdirektor an und rechnet damit, dass ab Montag nur noch rund 200 Patienten im Haus sind.

Schmale Belegung zu Weihnachten Ähnlich sieht es im St.-Rochus-Hospital aus. 180 Patienten lautet die aktuelle Belegungszahl, rund 150 dürften es ab Heiligabend sein. „Über die Feiertage haben wir nur noch diejenigen hier, denen es richtig schlecht geht. Jeder, der eine halbwegs planbare oder absehbare Krankengeschichte hat, kommt nach Absprache mit dem Hausarzt erst im Januar zu uns“, weiß Geschäftsführer Thomas Tiemann . Die Erfahrung zeigt: am 2./3. Januar wird es wieder voller. Denen, die im Rochus verbleiben, sollen aber zumindest leckere Gerichte vorgesetzt werden. Schweinebraten, Zwiebelrostbraten oder klassisch Königsberger Klopse stehen am Montag zur Auswahl.Fondue geht leider nicht „Fondue geht leider nicht“, scherzt der Geschäftsführer, „aber wo es möglich ist, wie zum Beispiel auf der Geburtshilfe, bieten wir auch Buffetservice an.“ Putenbraten mit Apfelsauce, Rotkraut und Kartoffelkroketten oder Sahne-Geschnetzeltes, Broccoli und Spätzle bietet die Küche am 1. Feiertag an, Wildgulasch mit Preiselbeeren oder gefüllte Hähnchenroulade am 2. Feiertag.

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