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Jan Bormann gestaltet "Schweriner Ring"

Neuroder Platz

SCHWERIN Ein riesiger Stahlring soll das neue "Landschaftsbauwerk" am Neuroder Platz verschönern. Für diese künstlerische Gestaltung konnte die Stadt den Künstler Jan Bormann gewinnen. Und dafür wird extra ein kleiner Hügel angelegt.

von Von Peter Wulle

, 15.04.2010

Der so genannte "Schweriner Ring" soll mit seinem Durchmesser von 4,20 Metern so platziert werden, dass er von dem künstlich angelegten Hügel scheinbar herunter zu rollen droht. Vom Neuroder Platz aus soll das ein absoluter Hingucker werden.

"Die Idee finden wir bestechend", erklärt Dr. Bodo Steiner, der Vorsitzende des Kunst- und Gestaltungsbeirats. Die Bewegung einzufrieren und den an sich statischen Ring auf der Schräge dynamisch wirken zu lassen, sei ein wunderbarer Gedanke des Künstlers.

Wie das auf dem Landschaftsbauwerk technisch umgesetzt werden kann, soll ein Statiker berechnen. Ein Fundament kann auf jeden Fall nur bis zu 80 Zentimeter tief in der Erde verankert werden. In dieser Tiefe deckt eine Folie den aufgetürmten und mit gefährlichen Stoffen durchtränkten Boden des ehemaligen Zechengeländes Graf Schwerin ab. Offen ist auch noch, welche Farbe der Ring bekommt. Darüber soll sich die Künstlerin Ursula Commandeur als Mitglied des Kunst- und Gestaltungsbeirats Gedanken machen.

Mit dem Ring kommt auf Schwerin ein Abfallprodukt aus der Stahlindustrie zum Einsatz. "Normal wird ein solcher Ring zum Beispiel für Maschinen gefertigt, die beim Braunkohle-Abbau eingesetzt werden. Bei dem Ring für Schwerin handelt es sich um eine Fehlproduktion. Aber für unseren Zweck ist er ideal", erklärt der Technische Beigeordnete der Stadt, Heiko Dobrindt.

Wenn alles gut läuft, soll das Kunstwerk im Sommer eingeweiht werden.