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Kalter Schauer paarte sich mit Wohlgefühl

27.01.2008

Castrop-Rauxel Ein Tanzprojekt - ganz anders als sonst von der Tanz-Etage und Barbara Manegold erwartet - konnten sich am Freitagabend die Besucher des WLT-Studios anschauen.

"Seit mich mein Engel nicht mehr bewacht, kann er frei seine Flügel entfalten und die Stille der Sterne durchspalten, - denn er muss meiner einsamen Nacht nicht mehr die ängstlichen Hände halten." Zu diesem und anderen Gedichten von Rainer Maria Rilke tanzte am Freitagabend ein siebenköpfiges Team um Barbara Manegold

Harmonie, Stille, Nähe, Trauer, Hilflosigkeit, Freude, Taumel, Dunkelheit - diese und noch viele Emotionen Rilkes mehr galt es tänzerisch zu gestalten. In ihren roten, seidig fallenden Kostümen blickten die Tänzerinnen und Tänzer in das Publikum, faszinierten es mit ausdrucksstarken Bewegungen und luden es ein zu einer Fantasiereise in die Gedichtwelt Rilkes.

Die Idee für dieses außergewöhnliche Tanzprojekt von Barbara Manegold kam ihr, als sie im Fernsehen eine solche Rilke-Vorführung gesehen hatte. "Die Musik und der Tanz ermöglichten es mir, ein Gedicht zu fühlen, ja es zu begreifen", schwärmt die Tanzlehrerin und suchte nach engagierten Tänzern ihrer Tanzschule, um dieses Projekt zu verwirklichen.

Sechs Frauen im Alter von 18 bis 23 Jahren und ein junger Mann realisierten zusammen mit der Choreografin, die auch für das WLT arbeitet, dieses Projekt. "Ich bin so stolz auf meine Tänzer, sie waren so fleißig und engagiert", lobt die Tanzlehrerin.

Besonders zauberhaft, gar märchenhaft machte das Projekt die Stimme des Theaterschauspieler Jörg Pauli. Er gab den Gedichten Rilkes eine solch unglaubliche Durchdringlichkeit, dass den Zuschauern ein kalter Schauer gepaart mit Wohlgefühl über den Rücken lief.

Die parallel laufende Musik ließ einige Zuschauer an Zauberwälder denken, andere an fröhliche Situationen. Ausdruckstanz gepaart mit Elementen des Ballett, des Jazz und des Modern verlieh dem Stück eine ganz besondere Mischung. ti

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