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Kino-Betreiber investiert in die 3D-Technik

Die Kurbel

CASTROP Die Kurbel, das Traditons-Kino der Europastadt, geht den Weg in die dritte Dimension. Noch in diesem Jahr soll die durch den Kassenknüller „Avatar“ populär gewordene 3D-Technik an der Oberen Münsterstraße Einzug halten.

von Von Christian Püls

, 05.04.2010
Kino-Betreiber investiert in die 3D-Technik

Kino-Mitarbeiterin Cornelia Berkemeyer mit 3D-Brille.

100 000 Euro will Betreiber Hartmut Kern investieren, um im großen Saal (249 Sitze) dreidimensionale Filme wie „Alice im Wunderland“ oder „Drachenzähmen leicht gemacht“ zeigen zu können. Dazu erhält der Vorführraum – parallel zur bewährten Analog-Technik – einen digitalen Kinoserver nebst einem speziellen Projektor. Derzeit favorisiert Kern eine Vorführ-Anlage, die nach dem RealD-Verfahren arbeitet: Der Projektor wirft die Bilder, die durch eine zirkulierende Filterscheibe vor dem Vorführgerät für das linke und rechte Auge aufgeteilt werden, auf eine silberbeschichtete Leinwand und sorgt so für den Effekt räumlicher Tiefe.

So genannte „Geisterbilder“, die Doppelprojektionsanlagen in großen Sälen beim Neigen des Kopfes produzieren, werden den heimischen Zuschauern somit wohl erspart bleiben. Der Nachteil des Edelmetalls auf der Projektionsfläche: Konventionelle Filme werden in ihrer Helligkeit etwas ungleichmäßiger dargestellt.

Trotz aller Innovationen bleiben die guten alten Laufbildprojektoren erhalten – vorläufig zumindest. „Schließlich kommen ja noch weiterhin Filme auf Spulen in den Verleih“, erklärt Kern, der langfristig auch den kleinen – mit nur 57 Plätzen bestuhlten– Saal mit 3D-Technik ausrüsten will. Die Hoffnungen des Betreibers, dass die dritte Dimension mehr Besucher in sein Lichtspielhaus lockt, sind aber eher gedämpft.

Live-Übertragungen in der Kurbel dagegen, die ebenso durch den digitalen Kinoserver möglich werden, könnten sich zu einem Publikumsmagneten entwickeln. Bis zur Fußball-Weltmeisterschaft wird die neue Technik aber noch nicht zur Verfügung stehen. Am Kino-Programm soll sich durch die technische Aufrüstung nicht viel ändern. „Wir möchten weiterhin alle Genres bedienen“, sagt Kern. Die Horror-Sparte, die das 3D-Kino gerade für sich wiederentdeckt, soll weiterhin nur Nischenprogramm bleiben.